Igel sind schon kuriose Wesen. Die meisten würden sagen, dass sie niedlich aussehen. Gleichzeitig sind ihre Stacheln in unseren Breiten ein Alleinstellungsmerkmal. Mit den Stacheln können sie sich vor tierischen Feinden schützen. Gegen den Menschen und seine Erfindungen sind sie allerdings nutzlos. Auto gegen Igel – Igel tot. Mähroboter gegen Igel – Igel verletzt oder tot.
Wann haben Sie zuletzt einen Igel gesehen? Igel sind tatsächlich seltener geworden. Die Weltnaturschutzunion hat den Igel im Herbst 2024 in der Roten Liste der bedrohten Arten erstmals als „potenziell gefährdet“ eingestuft.
Welche Gründe hat das? Den Igeln fehlt Lebensraum und Nahrung. Gift in der Landschaft ist tödlich für sie. Und der Straßenverkehr ebenfalls.
Ein weiteres Problem sind Mähroboter im Dauereinsatz. Igel rollen sich ein, wenn Gefahr droht. Mähroboter erkennen Igel häufig nicht als Hindernis, sie fahren einfach weiter. Die Igel werden verletzt oder sterben. Die Lösung ist simpel: Mähroboter nur tagsüber laufen lassen. Igel gehen erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche.

Also, wer einen Garten hat und was für die so niedlichen wie nützlichen Igel tun will, kann etwa:
- heimische Hecken und Sträucher pflanzen.
- insektenfreundliche Blumen bevorzugen, damit der Igel was zu fressen findet.
- Abschnitte oder „Inseln“ auf der Wiese nicht mähen.
- den Mähroboter am späten Nachmittag ausstellen.
Kurzum: Für eine Begegnung der dritten Art muss man nicht auf Außerirdische warten, die Natur hat auch bei uns im Erzgebirge Wesen in petto, die eigentlich außergewöhnlich sind. Wie den Igel. Der gerne zu Ihnen in den Garten kommt, wenn Sie es dort gemütlich für ihn machen. Viel Spaß beim Beobachten!
-> Weiterlesen: „Igel versus Mähroboter“, Artikel vom 27. Oktober 2025 – rot-gruen-erz.de/igel-versus-maehroboter