Am 8. März 2025 hat Fraktionsmitglied Kay Meister in Siebenlehn am jährlichen Kartierertreffen zur sächsischen Brutvogelkartierung teilgenommen. Die landesweite Brutvogelkartierung ist ein Gemeinschaftsprojekt der ornithologischen Fachverbände Sachsens. Dabei ermitteln Ornithologen, also Vogelkundler, den Brutstatus aller zur Brutzeit anwesenden Vogelarten.
Bisher gab es in Sachsen vier Brutvogelkartierungen, die letzte lief von 2022 bis 2024. In diesen drei Kartierjahren wurden 200 Brutvogelarten dokumentiert. Die Daten werden nun ausgewertet. Vor allem interessiert die Verbreitung und Häufigkeit von Brutvögeln, es werden aber auch Entwicklungen und Trends abgeleitet. Dafür vergleicht man die Ergebnisse der neuesten Kartierung mit denen der drei vorigen Durchgänge. Diese fanden 1978 bis 1982, 1993 bis 1996 und 2004 bis 2007 statt.
Amseln, hier ein Weibchen, zählen zu den häufigsten Singvögeln im Erzgebirge. Beide Fotos: Kay Meister
Um die Brutvögel zu erfassen, ist Sachsen in Quadranten unterteilt, für jeden gibt es einen verantwortlichen Bearbeiter. „Leider gelang es im Erzgebirgskreis nicht, für alle Quadranten Kartierer zu finden“, so Kay Meister. „Da macht sich der Mangel an Ehrenamtlichen, die sich im Naturschutz engagieren, gerade an Artspezialisten, leider deutlich bemerkbar. Deshalb bleiben Wissenslücken über das Vorkommen erzgebirgischer Vogelarten.“
Bergwiesen sind die letzten Rückzugsräume der Wiesenbrüter, zum Beispiel des Braunkehlchens.
„Dieser Umstand ist sehr bedauerlich, da der Erzgebirgskreis besondere Verantwortung für bestimmte Brutvogelarten trägt, etwa weil sie in unserem Kreis in hoher Populationsdichte vorkommen oder hier ihre letzten Rückzugsgebiete für Sachsen finden“, erklärt Kay Meister. „Spezielles Augenmerk sollte im Naturschutz des Erzgebirgskreises beispielsweise auf die nach der Roten Liste Sachsen vom Aussterben bedrohten Vogelarten Bekassine, Birkhuhn, Ringdrossel und Kiebitz gelegt werden. Aber auch für die noch in kleinen Beständen vorkommenden Wiesenbrüterarten Braunkehlchen, Wachtelkönig und Wiesenpieper trägt der Landkreis große Verantwortung. Dies wurde auch in der Naturschutzkonzeption für den Erzgebirgskreis vom Oktober 2022 klar formuliert.“
Die Ergebnisse der aktuellen sächsischen Brutvogelkartierung werden der Öffentlichkeit voraussichtlich im kommenden Jahr in Form eines neuen Brutvogelatlanten vorgestellt.
Zur Person:
Kay Meister ist für die SPD-GRÜNE-Fraktion Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbands Naturpark Erzgebirge/Vogtland. Er ist freiberuflicher Diplom-Biologe und Umweltbildner sowie Kreisnaturschutzbeauftragter. Er hat als Kartierer bei der sachsenweiten Brutvogelkartierung von 2022 bis 2024 mitgewirkt.

Am 17. Juni 2016 wurde das neu gestaltete Außengelände des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Schwarzenberg eingeweiht und die Skulptur „Der Stellvertreter“ von Hans Brockhage enthüllt.


„Wir machen uns für den Erhalt der Schulsozialarbeit stark“, so Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion. „Wenn Mittel in den Straßenbau gesteckt werden, ist am Ende die Straße saniert, das Ergebnis auf den ersten Blick zu sehen. Wenn Mittel in Schulsozialarbeit fließen, gibt es keine Ergebnisse, die man einfach in einer Liste abhaken kann. Dass der Freistaat Schulsozialarbeit an Oberschulen komplett fördert, ist allerdings ein Beleg, dass Schulsozialarbeit nötig ist und wirkt. Die Frage ist, warum andere Schularten keine Schulsozialarbeitsstelle bezahlt bekommen. Haben zum Beispiel in Gymnasien oder Grundschulen die Kinder und Jugendlichen keinen Bedarf? Das darf bezweifelt werden. Intakte Straßen sind wichtig. Es sollten aber auch in Zukunft Leute auf diesen Straßen unterwegs sein. Das heißt, Landkreis und Freistaat müssen in den Nachwuchs investieren. Schulsozialarbeit ist nur ein Aspekt beim großen Thema Schule. Aber einer, der einen Unterschied machen kann.“
Eine Jury ermittelt die Preisträgerinnen und Preisträger. Diese werden bei einer Gala am 7. November 2025 im Kulturhaus Aue bekannt gegeben. Von der SPD-GRÜNE-Fraktion ist Holger Haase Mitglied der Jury: „Es ist keine leichte Aufgabe, aus dem vielschichtigen, umfangreichen Engagement eine Auswahl zu treffen. Aber zu sehen, wie viele Menschen sich auf vielerlei Art und Weise im Landkreis ehrenamtlich einbringen, macht Hoffnung und Mut, gesellschaftliche Herausforderungen auch in Zukunft zu meistern und unsere Heimat lebens- und liebenswert zu gestalten.“

