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Klausur der SPD-GRÜNE-Fraktion in Oelsnitz: James Turrell, Kohlewelt und Kreistagsarbeit

Einmal im Jahr trifft sich die SPD-GRÜNE-Fraktion zu einer zwei­tä­gi­gen Klausur, immer an einem ande­ren Ort im Erzgebirgskreis. Kürzlich war es wie­der so weit – am 13. und 14. März 2026 hat­te Fraktionsvorsitzender Thomas Lein nach Oelsnitz ein­ge­la­den, wo er lebt und Bürgermeister ist.

Los ging es mit Halle 18 gleich neben der Kohlewelt: Dort ist seit Ende November 2025 mit „Beyond Horizons“ ein bemer­kens­wer­tes Lichtkunstwerk von James Turrell zu sehen. Pro Zeitfenster dür­fen nur zehn Personen in den Raum, man steht nicht vor der Installation, son­dern man geht hin­ein und ist mit­ten­drin. Kein Schatten, Grenzen ver­schwim­men und wech­seln­de Farben tau­chen Wände und Menschen in ein unwirk­li­ches Licht. Es war eine außer­ge­wöhn­li­che Erfahrung, ermög­licht durch das Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025. „Beyond Horizons“ ist ein Bestandteil des Purple Path, wird aber lan­ge dar­über hin­aus wir­ken: Mindestens fünf­zehn Jahre soll es in Halle 18 bleiben.

„Mit der Lichtinstallation des welt­weit agie­ren­den Künstlers James Turrell hat Oelsnitz DAS Highlight auf dem Purple Path erhal­ten“, so Fraktionsmitglied Holger Haase. „Die Besucher wer­den in eine Welt des Lichts geführt, die sie bis­her nicht kann­ten. Faszinierend und beeindruckend.“

Am rest­li­chen Freitag war Fraktionssitzung, die nächs­te Kreistagssitzung am 1. April 2026 wur­de so weit mög­lich vor­be­rei­tet, also Themen aus den Gremien bespro­chen. Zudem ging es um Anfragen, die die Fraktion ans Landratsamt gestellt hat und stel­len wird, um Termine und Projekte und all­ge­mein um die Zusammenarbeit in der Fraktion. Am Abend schau­te Simone Lang, Mitglied der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Erzgebirge, vor­bei und gab einen Einblick in ihre Arbeit. Die Kreisverbandsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirgskreis Heike Schoen und Ruben Ramirez Cutino konn­ten lei­der nicht zur Sitzung kom­men, da am Freitagabend GRÜNEN-Mitgliederversammlung war.

Der Samstag begann wie­der­um mit einem Purple-Path-Kunstwerk: Die Fraktion schau­te sich in Hohndorf beim Rathaus Christina Dolls Figurenpaar „Engel + Bergmann“ an. In Oelsnitz stand anschlie­ßend die Kohlewelt auf dem Programm, das ein­zi­ge Museum in Trägerschaft des Erzgebirgskreises. Vor reich­lich einem Jahr, am 18. Januar 2025, war das Steinkohlenbergbaumuseum nach sechs Jahren Umbau und Sanierung wie­der­eröff­net wor­den, die Kosten dafür lagen bei rund 30 Millionen Euro.

Kuratorin Deborah Weise stell­te die neue Ausstellung umfas­send vor und ging auch auf Gegebenheiten, Hintergründe und Aussichten ein. Das Museum wur­de ab 1976 in Übertageanlagen des Kaiserin-Augusta- bzw. zu DDR-Zeiten Karl-Liebknecht-Schachts auf­ge­baut, in alten Industriegebäuden, was am mar­kan­tes­ten der weit­hin sicht­ba­re Förderturm ver­deut­licht. 1986 war das Museum eröff­net wor­den, 2026 wird es also vier­zig Jahre alt.

Holger Haase: „Den Umbau des Bergbaumuseums in den letz­ten Jahren hat der Kreistag aktiv beglei­tet und mit­ver­ant­wor­tet. Probleme im Bauablauf und in der Finanzierung waren nicht uner­heb­lich. Was letzt­end­lich ent­stand, ist ein Leuchtturm in unse­rer Museumslandschaft. Ich bin mehr als ange­tan von der Gesamtgestaltung. Die Kohlewelt bie­tet Stoff für einen ganz­tä­gi­gen Familienaufenthalt und trägt in gro­ßem Maße zur Wissenserweiterung bei. Die Besucherzahlen spre­chen für sich.“

Tatsächlich konn­te die Kohlewelt in dem einen Jahr seit ihrer Wiedereröffnung bereits über 50.000 Besucherinnen und Besucher begrü­ßen. Die Dauerausstellung ver­mit­telt viel­fäl­ti­ges Wissen rund um den Steinkohlenbergbau in Sachsen, dies auf eine sehr anschau­li­che Art. Oft kann man etwas anfas­sen und ausprobieren.

In diver­sen, anspre­chend gestal­te­ten Räumen wer­den kur­ze Filme zu ver­schie­de­nen Themen gezeigt. Mit einem „Kohlenstück“ und Tipps vom Berggeist geht’s für Kinder und Erwachsene auf eine Entdeckungstour durchs Museum. Wer sich für Technik inter­es­siert, bekommt Technik. Und wer mehr über die Menschen im Steinkohlenbergbau erfah­ren will, kann in Leben und Geschichten stö­bern. Deborah Weise beton­te, dass die Museumsmitarbeitenden wei­ter­hin den Dialog und Austausch mit Menschen suchen, die im Bergbau gear­bei­tet haben oder ander­wei­tig damit zu tun hat­ten, das Museum ent­wick­le sich weiter.

Ein wich­ti­ger Faktor ist Barrierefreiheit, das wer­de künf­tig noch aus­ge­baut. Das Museumsgebäude ver­fügt über ein tak­ti­les Leitsystem. An meh­re­ren Stationen wer­den Ausstellungsobjekte mit Bild und Text in Brailleschrift, mit Hörtexten sowie auf einem Bildschirm in Gebärdensprache sowie Leichter Sprache vorgestellt.

Fazit von Fraktionsmitglied Kay Meister: „Fossile Energieträger haben die Geschichte des Erzgebirges geprägt, mit allen Vor- und Nachteilen. Dies ver­deut­licht die Kohlewelt ein­drucks­voll. Doch Rohstoffe wie Kohle ste­hen für ein abge­schlos­se­nes Kapitel der Entwicklung unse­res Gebirges. Die Zukunft gehört den erneu­er­ba­ren Energien!“

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Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025 ist vorbei – der Purple Path bleibt

Anfang Januar begann das Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025, am letz­ten Novemberwochenende ende­te es. Der Purple Path jedoch besteht wei­ter­hin. Mitte April war der Kunst- und Skulpturenweg offi­zi­ell eröff­net wor­den, und er wird auch nach 2025 Chemnitz mit 38 Städten und Gemeinden im Umland ver­bin­den. Die Kunstwerke sol­len auf Jahrzehnte erhal­ten bleiben.

Eins ist erst am 28. November ein­ge­weiht wor­den, James Turrells Lichtskulptur „Beyond Horizons 2025“ in Oelsnitz/Erzgeb. Dazu Fraktionsvorsitzender Thomas Lein: „Als Teil des regio­na­len Kunst- und Kulturprojekts Purple Path schlägt die Installation eine Brücke zwi­schen Orten, Menschen und künst­le­ri­schen Positionen. Der Purple Path ver­bin­det inter­na­tio­na­le Kunst mit der erz­ge­bir­gi­schen Landschaft und Industriegeschichte – Turrells Arbeit wird dabei zu einem neu­en, strah­len­den Mittelpunkt.“

Ein gro­ßer Fan und Unterstützer des Purple Path ist auch Fraktionsmitglied Holger Haase: „Der Purple Path hat sich, nach­dem er anfangs zum Teil belä­chelt oder gar ver­spot­tet wur­de, zu einem tou­ris­ti­schen Anziehungspunkt der gan­zen Region ent­wi­ckelt. Ich konn­te beob­ach­ten, wie unent­wegt klei­ne oder grö­ße­re Gruppen auf dem Kunst- und Skulpturenweg unter­wegs waren. Zu Fuß, mit Fahrrad und Handy-App, mit eige­nem Auto oder orga­ni­siert in Busreisen.

Dies tat und tut unse­rer Region gut, denn die Besucherinnen und Besucher befas­sen sich größ­ten­teils auch mit dem Drumherum und kom­men auf die­se Weise auf die Spuren unse­rer hei­mat­li­chen Schätze. Der Purple Path wird nach- und wei­ter­wir­ken, da bin ich mir sicher. Heute heißt es oft: ‚Das muss man gese­hen haben‘ oder ‚Du warst wirk­lich noch nicht dort?‘ Mein Tipp: Bleiben Sie neugierig …“ ‎

(Bild von links oben im Uhrzeigersinn: „Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ von Jeppe Hein in Jahnsdorf,  Foto von Elke Stadler; „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel in Amtsberg OT Dittersdorf, Foto von Holger Haase; „Plywood“ von Jay Gard in Olbernhau, Foto von Holger Haase; „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer in Zschopau, Foto von Nils Sigmund)


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„Beyond Horizons 2025“ – ein neues Lichtkunst-Wahrzeichen im Erzgebirge

Text: Thomas Lein

Mit „Beyond Horizons 2025“ ist in Oelsnitz/Erzgeb. ein Kunstwerk ent­stan­den, das in Deutschland und Europa sei­nes­glei­chen sucht. Geschaffen vom welt­be­rühm­ten Lichtkünstler James Turrell, zählt die Installation bereits jetzt zu den bedeu­tends­ten kul­tu­rel­len Neuzugängen der Region und dar­über hin­aus. Turrell, einer der prä­gends­ten Künstler unse­rer Zeit, nutzt seit Jahrzehnten Licht als Material, um Räume zu for­men und Wahrnehmung zu ver­än­dern. Seine Werke – von den Lichtkammern auf der japa­ni­schen Kunstinsel Naoshima bis zu monu­men­ta­len Projekten wie dem Roden Crater in den USA – üben welt­weit eine ein­zig­ar­ti­ge Faszination aus. Nun ist ein sol­ches Meisterwerk erst­mals im Erzgebirge begehbar.

Ein Raum ohne Schatten – eine Erfahrung außer­halb der Zeit

Wer den Raum von „Beyond Horizons 2025“ betritt, befin­det sich nicht ein­fach in einer Ausstellung – son­dern taucht in eine ande­re Wirklichkeit ein. Turrells Lichtarchitekturen schaf­fen eine Umgebung, in der es kei­ne Schatten, kei­ne Orientierungspunkte und kei­nen fes­ten Raumbezug mehr gibt. Farben ver­schmel­zen, Flächen ver­flüs­si­gen sich, Bewegungen wer­den stil­ler – Zeit scheint sich aus­zu­deh­nen oder ganz zum Stehen zu kommen.

Um die­se sel­te­ne Intensität des Erlebens zu ermög­li­chen, ist die Zahl der Besucherinnen und Besucher bewusst begrenzt: Pro Zeitfenster kön­nen ledig­lich rund zehn Personen in die Installation ein­tre­ten. So ent­steht ein Moment der Ruhe, der Konzentration und des tie­fen Eintauchens, den kaum eine ande­re Kunstform ermöglicht.

Ein ein­ma­li­ger Ort in Sachsen, Deutschland und Europa

Die Installation ist auf­grund ihrer licht­künst­le­ri­schen Qualität außer­ge­wöhn­lich, aber auch wegen ihres spek­ta­ku­lä­ren Rahmens: In Oelsnitz wur­de eine impo­san­te ehe­ma­li­ge Industriehalle zu einem moder­nen Ausstellungsort umge­stal­tet, der die Wirkung der Lichtarchitektur noch­mals verstärkt.

In Europa, Deutschland und Sachsen ist die Arbeit abso­lut ein­zig­ar­tig, es fin­det sich kaum ein ver­gleich­ba­res Turrell-Werk die­ser Größenordnung und Präzision. Mit „Beyond Horizons 2025“ erhält das Erzgebirge ein Kunstwerk, das das Potenzial hat, zu einem iko­ni­schen Pilgerort für Kunstliebhaber zu werden.

Verbindungskraft für eine gan­ze Region – Teil des Purple Path

Als Teil des regio­na­len Kunst- und Kulturprojekts Purple Path schlägt die Installation eine Brücke zwi­schen Orten, Menschen und künst­le­ri­schen Positionen. Der Purple Path ver­bin­det inter­na­tio­na­le Kunst mit der erz­ge­bir­gi­schen Landschaft und Industriegeschichte – Turrells Arbeit wird dabei zu einem neu­en, strah­len­den Mittelpunkt.

Sie macht Kunst erleb­bar, nicht bloß sicht­bar, und hebt das Erzgebirge als Kulturregion auf eine neue Ebene. Die Strahlkraft eines sol­chen Ortes kann weit über die Region hin­aus wir­ken – als Aushängeschild, Identifikationspunkt und kul­tu­rel­ler Magnet für Menschen aus ganz Europa.


Thomas Lein ist Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion im Kreistag des Erzgebirgskreises und Mitglied im Kreis- und Finanzausschuss. Er lebt in Oelsnitz/Erzgeb. und ist Bürgermeister der Stadt.

Am 28. November 2025 wur­de „Beyond Horizons 2025“ ein­ge­weiht, seit dem 29. November ist das Kunstwerk für Besucherinnen und Besucher zu erleben.

Die begeh­ba­re Lichtinstallation befin­det sich in Oelsnitz/Erzgeb. auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Karl-Liebknecht-Schachtes in der Halle 18, gleich neben dem Steinkohlenbergbaumuseum Kohlewelt, das eine Einrichtung des Erzgebirgskreises ist.

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6 x Purple Path im Erzgebirgskreis: Eröffnung vom 11. bis 13. April 2025

Vom 11. bis 13. April 2025 wird der Kunst- und Skulpturenweg Purple Path offi­zi­ell eröff­net, an dem Wochenende wer­den neue Skulpturen ein­ge­weiht, Ausstellungen gestar­tet, Wanderungen, Konzerte und wei­te­re Veranstaltungen ange­bo­ten. Ein Blick ins Programm lohn sich.

Der Purple Path ver­bin­det Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 mit 38 Städten und Gemeinden im Umland. Leitmotiv ist „Alles kommt vom Berg her“, mit Blick auf den Bergbau, auf die Mineralien, die abge­baut wur­den, auf Holz und Licht. Es ist ein lang­fris­ti­ges Projekt, denn die Kunstwerke sol­len auf Jahrzehnte erhal­ten bleiben.

Welche Purple-Path-Kunstwerke befin­den sich in den Orten, in denen die sechs Mitglieder der SPD-GRÜNE-Fraktion leben?


In Amtsberg hat sich das Purple-Path-Kunstwerk „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel bereits zu einem wah­ren Ausflugsziel ent­wi­ckelt. Die etwa 14 Meter hohe Skulptur aus Holz hat­te an die­sem Ort einen his­to­ri­schen Vorgänger, einen Triangulationsturm. „Der gewähl­te Standort ver­bin­det in ein­zig­ar­ti­ger Weise die Kulturhauptstadt mit dem Erzgebirge, denn nur von die­sem Höhenweg hat man einen über­ra­gen­den Blick sowohl auf die gesam­te Stadt Chemnitz als auch auf die Höhenlage des Erzgebirges“, erklärt Holger Haase. „Wöchentlich schau­en hier meh­re­re Hundert Besucherinnen und Besucher vor­bei, immer wie­der hört man aner­ken­nen­de Worte und die Versicherung, mit wei­te­ren Gästen zurückzukehren.“

„Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel in Amtsberg OT Dittersdorf (Foto: Holger Haase)


In Jahnsdorf ist seit Mitte 2024 Jeppe Heins „Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ zu fin­den, eine mehr­tei­li­ge Bank aus Aluminium. „Der Purple Path ist mehr als die Kunstwerke, er ver­bin­det die Menschen der Region unter ande­rem durch gemein­sa­me alte und neue Traditionen und Kulturprojekte, bie­tet vie­le Erlebnisse und Geschichten“, führt Dr. Elke Stadler aus. „Kommen auch Sie nach Jahnsdorf und neh­men Sie Platz an die­sem erhol­sa­men Ort!“

„Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ von Jeppe Hein in Jahnsdorf (Foto: Elke Stadler)


Marienberg betei­ligt sich mit the­ma­ti­schen Veranstaltungen und ist damit auch Teil der Kulturregion und des Purple Path selbst. Mit einem eige­nen Kunstwerk war­tet die Stadt jedoch lei­der nicht auf“, erläu­tert Kay Meister. „Ich hat­te mich für das Kunstwerk aus­ge­spro­chen, das auf dem Marienberger Marktplatz geplant war, der Stadtrat hat es jedoch im September 2024 knapp abge­lehnt. Es gab 8 Ja-Stimmen, unter ande­rem von der Fraktion ‚Zukunft für Marienberg‘, der ich ange­hö­re, und von der Linke, 9 Gegenstimmen sowie 7 Stimmenthaltungen. Damit wur­de die Chance ver­passt, an die­sem schil­lern­den Event in unse­rer Region mit einem ori­gi­nel­len Beitrag in Form eines Kunstwerks teil­zu­neh­men und damit kul­tu­rell auf Jahre zu punkten.“


Das Hauptkunstwerk des Purple Path bekommt Oelsnitz, die Lichtinstallation „Beyond Horizons“ von James Turrell. Dafür wird auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Steinkohlenwerks, hin­ter der im Januar neu eröff­ne­ten „Kohlewelt“, Halle 18 neu erbaut. Sie soll bis zum Herbst fer­tig wer­den. Die Eröffnung ist Ende 2025 geplant, das Kunstwerk soll min­des­tens zehn Jahre lang zu sehen sein. Wir wer­den berich­ten, sobald es so weit ist, mit Einblicken von Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion und Bürgermeister von Oelsnitz.


Am Bahnhof in Olbernhau denkt man gleich an den berühm­ten Hollywood-Schriftzug in Los Angeles, wenn man das Werk „Plywood“ von Jay Gard sieht. „Plywood heißt Sperrholz und sym­bo­li­siert die Holzindustrie in Olbernhau“, so Undine Fritzsche. „Das Material ist pul­ve­ri­sier­tes Kupfer, was wie­der­um eine gute Verbindung zum Olbernhauer Kupferhammer herstellt.“

„Plywood“ von Jay Gard in Olbernhau (Foto: Holger Haase)


In Zschopau am Ufer des gleich­na­mi­gen Flusses lädt das Kunstwerk „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer ein, sich Gedanken über Stadt und Fluss im Laufe der Zeit zu machen. Der Begriff „Fließgleichgewicht“ stammt aus der Biologie, er bezieht sich auf einen Gleichgewichtszustand zwi­schen ein- und aus­strö­men­den Substanzen. Bereits im Mittelalter dien­te die­ser Abschnitt des Flusses als Querungsstelle für Händler, die Salz zwi­schen Leipzig und Prag trans­por­tier­ten. Der Spiegel selbst erin­nert an einen Motorradseitenspiegel und damit an die Motorradproduktion in Zschopau. Hendrik Uhlmann betont: „Mit dem ‚Fließgleichgewicht‘ haben wir nicht nur ein beein­dru­cken­des Kunstwerk erhal­ten, son­dern auch einen Ort der Reflexion über die Verbindung von Natur, Geschichte und Zukunft. Die Skulptur regt zum Nachdenken über öko­lo­gi­sche Gleichgewichte und die his­to­ri­sche Entwicklung unse­rer Stadt an.“

„Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer in Zschopau (Foto: Nils Sigmund)


-> Programm zur Eröffnung des Purple Path vom 11. bis 13. April 2025: https://chemnitz2025.de/purple-path/eroeffnung