
Kategorie: Fraktion
2025 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das die SPD-GRÜNE-Kreistagsfraktion mit viel Engagement, Gesprächen und konkreten Themen im Erzgebirgskreis gestaltet hat. Ein paar Beispiele seien hier genannt.

Ehrenamt stärken und würdigen
Im November wurde der Ehrenamtspreis „Erzgebürger“ zum siebten Mal verliehen. An der Gala im Kulturhaus Aue nahmen Fraktionsvorsitzender Thomas Lein und „Erzgebürger“-Jurymitglied Holger Haase teil. In den Laudationen wurde deutlich: Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft und verdient höchste Anerkennung. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gilt unser herzlicher Glückwunsch und Dank für ihre tatkräftige Arbeit!
Natur und Artenvielfalt fördern
Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern setzen wir uns für den Schutz von Wildbienen, Insekten und typischen Landschaftselementen wie Bergwiesen ein. Unsere Veranstaltung Ende Juli in Rübenau bot Raum für Austausch und praktische Hinweise zum Naturschutz.
Natur- und Artenschutz weiterdenken
Beiträge über bedrohte Arten wie Erdkröten oder die Bedeutung von Bäumen wie der Linde als Heil- und Kulturbaum haben wichtige ökologische Themen in den Fokus gerückt und zur Diskussion über Lebensraum und Klimawandel angeregt.
Bildung und Gesellschaft
Wir haben uns intensiv mit dem Thema Schulsozialarbeit beschäftigt – einer zentralen Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die in Schulen eine wichtige Rolle für Förderung, Beratung und Prävention spielt.
Kurzum: Vielfalt, Engagement und Respekt vor Natur und Mitmenschen stehen im Mittelpunkt unserer Fraktionsarbeit – getragen von dem Wunsch, unseren Landkreis gemeinsam voranzubringen.

Zu Weihnachten wünschen wir Ihnen friedvolle Tage im Kreise Ihrer Familie, Freundinnen und Freunde, Kraft und Zuversicht für das neue Jahr und Momente der Ruhe und des Miteinanders.
Gerade in herausfordernden Zeiten sind Solidarität und Aufmerksamkeit füreinander besonders wichtig – miteinander reden, einander zuhören.
In diesem Sinne danken wir Ihnen für Ihr Vertrauen, Ihre Impulse und dafür, dass Sie unsere Arbeit im Landkreis interessiert verfolgen.
Frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr 2026!
Ihre SPD-GRÜNE-Fraktion im Kreistag des Erzgebirgskreises – Thomas Lein, Kay Meister, Undine Fritzsche, Holger Haase, Elke Stadler und Hendrik Uhlmann

Hilfe-Telefonnummern
Bei persönlichen Problemen und Sorgen finden Sie auch in der Weihnachtszeit Hilfe und Unterstützung bei Beratungsstellen und Hilfetelefonen.
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016, www.hilfetelefon.de
- Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530, www.hilfeportal-missbrauch.de
- Weisser Ring Opfer-Telefon: 116 006, https://weisser-ring.de
- Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111, www.nummergegenkummer.de
- Elterntelefon: 0800 111 0550, www.elterntelefon.info
- Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“: 0800 40 40 020, www.bafza.de/rat-und-hilfe/hilfetelefon-schwangere-in-not
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222, www.telefonseelsorge.de
- Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533, www.deutsche-depressionshilfe.de
- Kenn dein Limit – Alkoholberatung: www.kenn-dein-limit.de/alkoholberatung
Am vergangenen Sonntag, den 20. Juli 2025, bot sich in Rübenau die Gelegenheit, Mitglieder der SPD-GRÜNE-Kreistagsfraktion zu treffen, und zwar auf der Bergwiese bei den Bienen.
Kreisrat Hendrik Uhlmann ist Hobbyimker und Vorsitzender des Imkervereins Zschopau und Umgebung e. V. Er erzählte Wissenswertes und Spannendes über Bienenhaltung, Honiggewinnung und wie es um Nahrung für die Bienen steht. „Vom Frühjahr bis in den Sommer hinein, wenn alles blüht, auch die Rapsfelder und die Linden, können die Bienen genug Nektar und Pollen sammeln. Danach wird es eng, da Felder und Wiesen im Erzgebirgskreis zumeist intensiv bewirtschaftet werden.“
Näher als bei dieser Gelegenheit kann man Bienen kaum kommen – die Einblicke in das Leben von Arbeitsbienen, Königin und Drohnen gabs sozusagen live und in Farbe. Ein Hauptjob des Imkers ist es, für die Gesundheit der Bienen zu sorgen, sodass sie Pflanzen bestäuben und Honig liefern können. „Ich empfehle auch unbedingt, Honig beim lokalen Imker zu kaufen“, so Hendrik Uhlmann. „Da weiß man, was drin ist, dieser Honig hat keine Zusätze. Man unterstützt die Bienenhaltung vor Ort und damit die Artenvielfalt. In dem Honig sind außerdem die Pollen der hiesigen Pflanzen, was bei Heuschnupfen helfen kann.“
Kay Meister ist für die Fraktion Mitglied in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Naturpark Erzgebirge/Vogtland sowie Kreisnaturschutzbeauftragter. Er führte an dem Tag mehrere Gruppen über die Bergwiese zu den Bienenstöcken und hatte jede Menge Infos zu Flora und Fauna parat. Ein großes Anliegen von ihm ist der Erhalt der erzgebirgischen Bergwiesen. „Für die Wiesen ist es wichtig, dass sie blühen und verblühen können, damit Zittergras, Heidenelke, Arnika, Klappertopf und andere typische Bergwiesenpflanzen Samen bilden und im nächsten Jahr wieder wachsen.“
Für die erzgebirgischen Bergwiesen sowie Bienen und Co. können alle etwas machen, zum Beispiel Lupinen pflücken (Infos dazu hier), ein Insektenhotel bauen, auf dem Balkon und im Garten insektenfreundliche Pflanzen bevorzugen, die Wiese blühen oder Blühinseln stehen lassen.
Antworten auf sämtliche Fragen zu dem Thema finden sich unter anderem auf den Websites von NABU und BUND. Entsprechende Broschüren konnte man vor Ort anschauen und mitnehmen, was auch Fraktionsmitglied Undine Fritzsche nutzte.
Ein absoluter Favorit bei Insekten, egal ob auf der Bergwiese oder im Garten, ist die Distel. „Ein großer Vorteil von Disteln ist, dass sie so lange blühen, bis in den Spätsommer hinein. Damit sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten“, so Kay Meister. 
Wenn also im Garten Disteln auftauchen und bleiben dürfen, ist das für Schmetterling, Hummel, Biene und Co. ganz wunderbar. Und für die Menschen, denen der Garten gehört, gibts gratis ein faszinierendes Naturkino. Vielleicht taucht ja gerade bei Ihnen ein seltener Schmetterling auf? Probieren Sie’s aus …

Herzliche Einladung zu den Bienen
Am Sonntag, den 20. Juli 2025, laden wir herzlich zu unserer Veranstaltung „Triff die Kreistagsfraktion bei den Bienen“ ein. Sie ist von 10 bis 13 Uhr in Marienberg OT Rübenau im Natzschungtal, Ortsausgang Richtung Olbernhau, Olbernhauer Straße Ecke Unterer Natzschungweg – direkt am Wildbienenlebensraum Bergwiese.
Hendrik Uhlmann und Kay Meister von der SPD-GRÜNE-Fraktion werden einiges über Honig- und Wildbienen, Bienenwanderung und Bienenhaltung sowie praktischen Naturschutz erzählen und beantworten gerne Fragen dazu. Hendrik Uhlmann ist Hobbyimker und Vorsitzender des Imkervereins Zschopau u. U. e. V. Kay Meister ist für die Fraktion Mitglied in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Naturpark Erzgebirge/Vogtland sowie Kreisnaturschutzbeauftragter.
Auch andere Fraktionsmitglieder sind vor Ort und haben ein offenes Ohr für alle Fragen rund um den Kreistag und die Fraktionsarbeit.
Parkplätze sind begrenzt, alternativ kann man in Rübenau parken und die etwa 1,5 Kilometer zum Treffpunkt spazieren.
Schaut vorbei, wir freuen uns.

Zu ihrer ersten Klausur hat sich die SPD-GRÜNE-Fraktion am 14. und 15. März 2025 in Amtsberg getroffen. Im Sitzungsteil ging es um Themen aus den Ausschüssen und um alles, was die Fraktion aktuell umtreibt. Am Freitagabend konnten Mitglieder der beiden Kreisverbände vorbeischauen und mit der Fraktion ins Gespräch kommen. Der kulturelle Teil führte am Freitag zur Schauanlage Mini-Weißbach und am Samstag zum Purple-Path-Kunstwerk auf der Dittersdorfer Höhe.
Mini-Weißbach besteht aus Modellen von Weißbacher Häusern im Maßstab 1:10. Das erste Gebäude war die Weißbacher Kirche, ein Geschenk der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau zum Festumzug 2002 anlässlich 550 Jahre Weißbach. Das Modell sollte öffentlich gezeigt werden, und so gründete sich 2004 im Heimatverein Weißbach die Arbeitsgruppe „Mini-Weißbach“, die neue Häuser baut und die Schauanlage im kleinen Park an der Grießbacher Straße in Schuss hält. Dort finden sich mittlerweile 25 Modelle. An jedem Haus sind spannende Details zu entdecken, bei den meisten kann man einen Knopf drücken und damit Figuren in Bewegung bringen. Besonders sehenswert ist Mini-Weißbach im Advent, wenn alles weihnachtlich geschmückt ist und unzählige Lichter strahlen. 2024 hat der Heimatverein Weißbach unter anderem für dieses Projekt den Ehrenamtspreis des Erzgebirgskreises, „Erzgebürger“, erhalten.

Fraktionsmitglied Holger Haase, der in Weißbach lebt und Mitglied im Heimatverein Weißbach ist, wusste zu jedem Haus etwas Interessantes zu erzählen. „Die Schauanlage ist mittlerweile überregional bekannt und zieht Jahr für Jahr mehr Besucher an. Durch die gemeinsame Arbeit an Mini-Weißbach wird aber auch der Zusammenhalt im Ort gefördert. Neben den älteren ‚Hasen‘, die sich um den Bau der Häuser kümmern, konnten viele junge Leute gewonnen werden, die sich um Pflege und Erhalt bemühen. Auf der Anlage werden zudem verschiedene Feste der Gemeinde gefeiert, etwa das Weinfest, Maibaumsetzen und Lichterhaus-Stunden.“

Von der Dittersdorfer Höhe hat man je nach Wetterlage eine fantastische Aussicht auf Chemnitz und den Erzgebirgskamm. Seit letztem Jahr steht dort ein Purple-Path-Kunstwerk, „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel. Die etwa 14 Meter hohe Skulptur aus Holz hatte an diesem Ort einen historischen Vorgänger, einen Triangulationsturm. Dieser wurde im Rahmen der „Königlich-Sächsischen Triangulirung“ errichtet, einer Landesvermessung und Kartierung des Königreiches Sachsen, die von 1862 bis 1890 stattfand. Bis in die 1970er-Jahre stand der alte Turm dort. Holger Haase: „Der neue Turm, also das Purple-Path-Kunstwerk, hat sich zu einem wahren Ausflugsziel entwickelt. Wöchentlich schauen mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher vorbei.“

Fazit von Thomas Lein, dem Vorsitzenden der SPD-GRÜNE-Fraktion: „Wir konnten unsere Klausur nutzen, um zentrale politische Weichen für die kommende Zeit zu stellen. Wir haben intensiv über unsere Schwerpunkte diskutiert, gemeinsame Strategien entwickelt und den Zusammenhalt innerhalb der Fraktion gestärkt. Es war ein wichtiger Termin, damit wir weiter geschlossen und entschlossen unsere Ziele umsetzen.“
Seit September 2024 bilden vier SPD-Kreisrätinnen und ‑Kreisräte und zwei Grünen-Kreisräte eine gemeinsame Fraktion im Kreistag des Erzgebirgskreises.
Ein halbes Jahr später, am 14. und 15. März 2025, findet nun die erste Fraktionsklausur statt.
Am Freitag, den 14. März, lädt die Fraktion Interessierte herzlich zum Austausch ein. Wer mit den Fraktionsmitgliedern ins Gespräch kommen möchte, wendet sich für nähere Infos an kontakt@rot-gruen-erz.de.

Frohes Fest und ein gutes neues Jahr

Die SPD-GRÜNE-Kreistagsfraktion wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2025.
Auch im neuen Jahr sind wir für Sie da: Thomas Lein, Kay Meister, Undine Fritzsche, Holger Haase, Elke Stadler und Hendrik Uhlmann. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Fragen, ein Anliegen oder Anregungen haben, unsere Mailadressen finden Sie hier: Fraktion.
Gerade zu Weihnachten und in den Tagen zwischen den Jahren ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen – bei Problemen und Konflikten können Sie Hilfe von außen bekommen.
-> Hilfe-Telefonnummern:
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016, www.hilfetelefon.de
- Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530, www.hilfeportal-missbrauch.de
- Weisser Ring Opfer-Telefon: 116 006, https://weisser-ring.de
- Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111, www.nummergegenkummer.de
- Elterntelefon: 0800 111 0550, www.elterntelefon.info
- Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“: 0800 40 40 020, www.bafza.de/rat-und-hilfe/hilfetelefon-schwangere-in-not
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222, www.telefonseelsorge.de
- Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533, www.deutsche-depressionshilfe.de
- Kenn dein Limit – Alkoholberatung: www.kenn-dein-limit.de/alkoholberatung
Zwei Monate Kreistagsarbeit
Ein erster Rückblick nach zwei Monaten, gibt’s da überhaupt was zu erzählen? Ganz klar: ja.
Die neue Kreistagsfraktion
Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistags war am 4. September 2024. Das erste Treffen der Fraktionsmitglieder in spe fand entsprechend schon früher statt, am 13. August 2024. SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatten nach der Kreistagswahl am 9. Juni 2024 jeweils keine Fraktionsstärke mehr, dafür braucht es mindestens fünf Kreistagsmitglieder. Die neue Fraktion besteht nun aus Undine Fritzsche, Holger Haase, Thomas Lein und Elke Stadler für die SPD sowie Kay Meister und Hendrik Uhlmann für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Bei der ersten Fraktionssitzung wurde auch der Vorstand gewählt: Thomas Lein ist Vorsitzender, Kay Meister Stellvertreter und Holger Haase Finanzverantwortlicher. Ebenso wurde über die Gremienbesetzung beraten und abgestimmt. Weitere Themen waren das Fraktionsbüro, die Finanzen, Kommunikation und Webauftritt und die Grundpfeiler der Zusammenarbeit.
-> Artikel vom 2. September 2024: „SPD und GRÜNE bilden gemeinsame Fraktion im neuen Kreistag“
Kreistag mit schwierigem Start
Für die Konstituierung des Kreistages waren zwei überlange Sitzungen nötig, die erste am 4. September dauerte achteinhalb Stunden, die Hälfte der Tagesordnung wurde verschoben. Die zweite Sitzung am 25. September zog sich sechseinhalb Stunden hin. Wie es dazu kam? Ein Grund war, dass die Kreisräte der „Freien Sachsen“ bei Gremienbesetzungen geheime Wahlen verlangten, die enorm zeitaufwendig sind. Auch sonst schienen sie alles daran zu setzen, den Ablauf der Sitzungen maximal zu behindern.
Eine erste Anfrage der Fraktion
Bei der Kreistagssitzung am 4. September 2024 stand die Bestellung eines ehrenamtlichen Integrations-/Ausländerbeauftragten und dessen Stellvertreters auf der Tagesordnung. Dazu hatte die Fraktion im Vorfeld einige Fragen mit Blick auf den Aspekt „ehrenamtlich“. Während der Sitzung stellte Fraktionsvorsitzender Thomas Lein einen Antrag zur Änderung des Beschlussvorschlags mit dem Ziel einer zeitlichen Begrenzung der ehrenamtlichen Berufung. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Fazit Thomas Lein: „Wir schätzen den Einsatz im Ehrenamt sehr. Wir sind aber auch der Meinung, dass ein Integrations- und Ausländerbeauftragter mehr als 24 Stunden im Monat zur Verfügung stehen sollte, und zwar hauptamtlich.“
-> Artikel vom 19. September 2024: „Bestellung eines ehrenamtlichen Ausländerbeauftragten: Anfrage und Sachantrag“
Ablehnung der Blockadehaltung bei Mehrausgaben für Sozialleistungen
Bei der dritten Kreistagssitzung am 23. Oktober 2024 wurden Beschlussvorlagen zu Sozialleistungen diskutiert: Mehrausgaben für Unterkunftskosten für ukrainische Flüchtlinge, für verschiedene sozialpädagogische Maßnahmen und Heimerziehung sowie für stationäre Pflege und Lebensunterhaltshilfen. Trotz der Pflichtaufgabe, diese Kosten zu übernehmen, lehnte die Mehrheit im Kreistag (CDU/FDP, Freie Wähler und BSW) die Beschlussvorlagen ab, was zu einer Sondersitzung führt und möglicherweise zu einer Intervention der Landesdirektion.
Die Fraktion hält diese Abstimmung für rechtlich und sozial problematisch. Eine Blockadehaltung in diesem Ausmaß untergräbt das Vertrauen in das demokratische System und schadet dem Landkreis.
-> Artikel vom 29. Oktober 2024: „SPD-GRÜNE-Fraktion lehnt Blockadehaltung bei Mehrausgaben für Sozialleistungen ab“
Aktuelle Haushaltsplanung und Finanzlage des Landkreises
Die Prognose für die Finanzlage des Erzgebirgskreises ist düster. In der aktuellen Planung des Doppelhaushalts 2025/2026 wird mit einem Minus von etwa 30 Millionen Euro gerechnet, was den Gestaltungsspielraum des Landkreises erheblich einschränkt. Die SPD-GRÜNE-Fraktion unterstützt Maßnahmen zur langfristigen Konsolidierung des Haushalts, lehnt Einschnitte in sozialen Bereichen oder Leistungen jedoch ab.
Schutzschirmverfahren des Erzgebirgsklinikums
Das Erzgebirgsklinikum befindet sich derzeit im Schutzschirmverfahren, einer Art Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, um die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Hauptursachen der finanziellen Notlage sind die steigenden Kosten und ein veränderter Versorgungsbedarf. Bei der medizinischen Versorgung gibt es laut Klinikum keine Einschränkung. Die SPD-GRÜNE-Fraktion unterstützt das Schutzschirmverfahren als einen notwendigen Schritt, damit die Gesundheitsversorgung im Erzgebirgskreis langfristig sichergestellt werden kann. Sie wird das Verfahren kritisch begleiten und darauf achten, dass die Interessen der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitenden gewahrt bleiben.
Fazit
Der neue Kreistag hatte seit Anfang September, innerhalb von zwei Monaten, drei Sitzungen, die vierte steht morgen, am 13. November, an. Zum Vergleich: In den bisherigen Wahlperioden hatte der Kreistag regulär vier Sitzungen in einem ganzen Jahr.
Etliche große Themen, die den Kreistag beschäftigen werden, sind schon ersichtlich, mit dem Haushalt und dem Erzgebirgsklinikum wurden oben zwei davon erwähnt. Auf großes öffentliches Interesse im Landkreis stößt der geplante Verkauf des Fichtelberghauses sowie des umgebenden Grundstücks. Hendrik Uhlmann ist für die SPD-GRÜNE-Fraktion im Gremium zur Bewertung der Verkaufsangebote.
Viel Kreistagsarbeit voraus, wir werden berichten.

Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistags des Erzgebirgskreises ist am Mittwoch, den 4. September. Schon im Vorfeld wollte das Landratsamt wissen, welche Fraktionen sich zusammengefunden haben. Die neu gewählten Kreisräte von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben bei einer Sitzung am Dienstag, den 13. August 2024, für eine gemeinsame Fraktion gestimmt. Ebenso wurde der Vorstand gewählt.

Fraktionsvorsitzender ist Thomas Lein, SPD. Der Volljurist ist seit zwei Jahren Bürgermeister von Oelsnitz/Erzgebirge. Er ist zum ersten Mal im Kreistag. „Als Neuling im Kreistag freue ich mich darauf, die Zukunft unseres schönen Erzgebirgskreises aktiv mitzugestalten. Die gemeinsame Fraktion gibt uns die Möglichkeit, an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Die vorangegangenen Gespräche waren sehr gut und konstruktiv. Wir werden gemeinsam und auf sachlicher Ebene arbeiten, zum Wohle unseres Landkreises.“

Sein Stellvertreter ist Kay Meister, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Der Naturschützer und Umweltbildner aus Marienberg OT Rübenau ist Geschäftsführer des Naturschutzvereins Natura Miriquidica und freiberuflicher Diplom-Biologe. 2022 wurde er zum Kreisnaturschutzbeauftragten für die Region Mittleres Erzgebirge bestellt. Seit zehn Jahren sitzt er im Stadtrat von Marienberg. Im Kreistag ist er gleichfalls zum dritten Mal in Folge. „Der Erzgebirgskreis erreicht aus meiner Sicht nur durch eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz seiner einzigartigen natürlichen Ressourcen seine Zukunftsfähigkeit.“

Für die Finanzen ist Holger Haase zuständig, der in der Legislatur 2019 bis 2024 das erste Mal für die SPD im Kreistag war. Der Busfahrer aus Weißbach sitzt seit 1994 im Gemeinderat von Amtsberg und ist in der neuen Legislatur erster Stellvertreter des Bürgermeisters. Er engagiert sich vielseitig ehrenamtlich, etwa im Heimatverein Weißbach, speziell in der Ortsgeschichte. „In der Freizeit gilt mein Interesse unter anderem der Verkehrsgeschichte im Erzgebirge, insbesondere dem Omnibusverkehr. Mit der KVG Sachsen waren wir in den 1930er-Jahren Vorbild bei der Erschließung des ländlichen Raumes. Hier möchte ich heute anknüpfen und mich für ein gutes, sinnvolles ÖPNV-Netz einsetzen. Mit Erzgebirgsbahn und City-Bahn haben wir sehr gute Nahverkehrsangebote im Kreis, diese gilt es durch intelligente Verknüpfungen mit dem Busverkehr für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiv zu gestalten. Damit das Deutschlandticket auch im Erzgebirge Sinn macht …“

Ebenfalls zum zweiten Mal für die SPD in den Kreistag gewählt wurde Undine Fritzsche, Diplom-Medizinerin und Fachärztin für Allgemeinmedizin in Olbernhau. Seit 25 Jahren ist sie Mitglied im Stadtrat von Olbernhau. „Wichtig sind mir der Erhalt der Krankenhäuser und die Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung. Kulturelle und sportliche Einrichtungen müssen erhalten und die Infrastruktur verbessert werden, dabei darf der Umweltschutz nicht zu kurz kommen.“

Das erste Mal im Kreistag ist Hendrik Uhlmann von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dem Testingenieur aus Zschopau liegt eine transparente und gerechte Vereinsförderung am Herzen, mit besonderem Augenmerk auf die Kinder- und Jugendarbeit. Er selbst ist Vorsitzender des Imkervereins Zschopau und Mitglied im Einsiedler Skiverein sowie im Gewerbeverein „Unser Zschopau“. „Meine Themen im Erzgebirgskreis sind die Entwicklung eines naturnahen, sanften (Sport-)Tourismus und des Sommertourismus als Ergänzung zum Wintertourismus. Dazu gehört für mich auch die Erschließung touristischer Rad- und Wanderwege sowie die Vermarktung der UNESCO-Welterbestätten.“

Nach fünf Jahren Pause ist Dr. Elke Stadler aus Jahnsdorf zum dritten Mal für die SPD im Kreistag. Die Diplom-Mathematikerin ist seit 25 Jahren auch Mitglied im Gemeinderat von Jahnsdorf. „Bereits 2019 habe ich als Kreisrätin im Namen der SPD-Fraktion gefragt, ob sich der Erzgebirgskreis wirklich ausreichend um Betroffene häuslicher Gewalt kümmert. Die eingerichteten zwei Schutzwohnungen lösen das Problem – auch aus Sicherheitsgründen – leider nach wie vor nicht und stellen keine wirkliche Alternative zu einer notwendigen eigenen Frauenschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis dar. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist vor allem im Zusammenhang mit Corona enorm gestiegen. Aus diesem Grund werde ich mich unter anderem weiter für die Schaffung einer entsprechenden Einrichtung im Erzgebirgskreis einsetzen.“