Der Internationale Frauentag am heutigen 8. März ist ein guter Anlass, um einen Blick zurück zu werfen und an Frauen zu erinnern, die sich für Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen eingesetzt haben. – Ein paar Highlights, absolut kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Um 1900 kämpften etwa Louise Otto-Peters, Hedwig Dohm und Clara Zetkin für Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht.
1891 nahm die SPD die Einführung des Frauenwahlrechts in ihr Parteiprogramm auf.
1902 gründeten Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann in Hamburg den Deutschen Verein für Frauenstimmrecht.
Beim ersten Internationalen Frauentag am 19. März 1911 war die Forderung nach dem Frauenwahlrecht zentrales Thema.
Am 12. November 1918 rief der Rat der Volksbeauftragten das Wahlrecht für alle Männer und Frauen ab 20 Jahren aus, das war die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland.
Frauen konnten zum ersten Mal am 19. Januar 1919 bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung wählen und sich wählen lassen. 37 Frauen wurden in die Nationalversammlung gewählt (von insgesamt 423 Abgeordneten), darunter Marie Juchacz (SPD), die als erste Frau im Parlament das Wort ergriff.
Am 9. März 1947 wurde in der Sowjetischen Besatzungszone der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD) gegründet, wichtige Protagonistinnen waren Elli Schmidt, Emmy Damerius-Koenen, Maria Rentmeister, Käthe Kern, Helene Beer, Wilhelmine Schirmer-Pröscher und Paula Hertwig. Die DFD-Gründerinnen waren die „Mütter“ der Gleichberechtigung in der DDR. Auf die DFD-Frauen geht Artikel 7 der Verfassung der DDR vom 7. Oktober 1949 zurück: „Mann und Frau sind gleichberechtigt. Alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegenstehen, sind aufgehoben.“
Im Parlamentarischen Rat der drei Westzonen waren vier Frauen, zusammen mit 61 Männern erarbeiteten sie ab 1948 das deutsche Grundgesetz. Die vier „Mütter des Grundgesetzes“ sind Elisabeth Selbert, Friederike Nadig (beide SPD), Helene Wessel und Helene Weber (beide Zentrumspartei). In erster Linie Elisabeth Selbert setzte Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes durch, inspiriert von DFD-Frauen: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“
Der 21. Deutsche Bundestag hat 630 Abgeordnete, 204 davon sind Frauen. Im Kreistag des Erzgebirgskreises sind 98 Personen (plus Landrat), davon 11 Frauen.
Im Landkreis ist seit 2017 Tina Lämmel die Gleichstellungsbeauftragte. Sie ist die Ansprechpartnerin, wenn es um Belange rund um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern geht. Kontakt und Infos: www.erzgebirgskreis.de.
Quellen:
- „Der Frauentag und der lange Kampf um Gleichberechtigung“: https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Der-Frauentag-und-der-lange-Kampf-um-Gleichberechtigung,frauentag340.html
- „Die Mütter der Gleichberechtigung in der DDR“: https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/542468/die-muetter-der-gleichberechtigung-in-der-ddr/
- „Frauenwahlrecht in Deutschland: 1918 war die Geburtsstunde“: https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Frauenwahlrecht-in-Deutschland-1918-war-die-Geburtsstunde,frauenwahlrecht110.html
Am 17. Juni 2016 wurde das neu gestaltete Außengelände des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Schwarzenberg eingeweiht und die Skulptur „Der Stellvertreter“ von Hans Brockhage enthüllt.
Dazu Kay Meister von der SPD-GRÜNE-Fraktion: „Das im Sächsischen Naturschutzgesetz neu eingeräumte Vorkaufsrecht von Naturschutzflächen ist aus meiner Sicht sinnvoll. Wirkungsvoller Naturschutz funktioniert nur über Flächenverfügbarkeit, am besten im Eigentum. Ich verstehe, dass der bürokratische Aufwand im Landratsamt, konkret in der unteren Naturschutzbehörde, erheblich ist, gerade angesichts der Personalsituation. In meinen Augen ist die Lösung aber nicht, auf vernünftige Verwaltungsaktivitäten zu verzichten, sondern die Personalsituation der unteren Naturschutzbehörde zu verbessern. Ich hätte mir mehr noch das Vorkaufsrecht für Naturschutzverbände gewünscht, da aus meiner Erfahrung das gesellschaftliche Interesse für die dauerhafte Sicherung wertvoller Naturschutzflächen sehr hoch ist. Das zeigen beispielsweise Crowdfundingprojekte* zum Erwerb von Naturschutzflächen auch in unserer erzgebirgischen Region.“

„Wir machen uns für den Erhalt der Schulsozialarbeit stark“, so Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion. „Wenn Mittel in den Straßenbau gesteckt werden, ist am Ende die Straße saniert, das Ergebnis auf den ersten Blick zu sehen. Wenn Mittel in Schulsozialarbeit fließen, gibt es keine Ergebnisse, die man einfach in einer Liste abhaken kann. Dass der Freistaat Schulsozialarbeit an Oberschulen komplett fördert, ist allerdings ein Beleg, dass Schulsozialarbeit nötig ist und wirkt. Die Frage ist, warum andere Schularten keine Schulsozialarbeitsstelle bezahlt bekommen. Haben zum Beispiel in Gymnasien oder Grundschulen die Kinder und Jugendlichen keinen Bedarf? Das darf bezweifelt werden. Intakte Straßen sind wichtig. Es sollten aber auch in Zukunft Leute auf diesen Straßen unterwegs sein. Das heißt, Landkreis und Freistaat müssen in den Nachwuchs investieren. Schulsozialarbeit ist nur ein Aspekt beim großen Thema Schule. Aber einer, der einen Unterschied machen kann.“
Eine Jury ermittelt die Preisträgerinnen und Preisträger. Diese werden bei einer Gala am 7. November 2025 im Kulturhaus Aue bekannt gegeben. Von der SPD-GRÜNE-Fraktion ist Holger Haase Mitglied der Jury: „Es ist keine leichte Aufgabe, aus dem vielschichtigen, umfangreichen Engagement eine Auswahl zu treffen. Aber zu sehen, wie viele Menschen sich auf vielerlei Art und Weise im Landkreis ehrenamtlich einbringen, macht Hoffnung und Mut, gesellschaftliche Herausforderungen auch in Zukunft zu meistern und unsere Heimat lebens- und liebenswert zu gestalten.“



„Erzgebürger“-Gala am 8. November 2024 im Kulturhaus Aue. Foto: Holger Haase
Oelsnitzer Blasmusikanten – Bergmusikkorps „Glück Auf“. Foto: Holger Haase