Zum siebten Mal wird in diesem Jahr der Ehrenamtspreis des Erzgebirgskreises „Erzgebürger“ verliehen. Es gibt vier Kategorien: „Engagement für das Gemeinwohl“, „Engagement für eine lebenswerte Heimat“, „Engagement für Kultur, Sport und Tourismus“ sowie „Jung und engagiert im ERZ“. Man kann dafür Personen, Vereine, Gruppierungen, Institutionen oder Projekte im Landkreis vorschlagen, das war bis zum 31. März 2025 möglich.
Am Montag, den 26. Mai 2025, traf sich die Erzgebürger-Jury, um die zehn Preisträgerinnen und Preisträger zu ermitteln. Die Jurymitglieder kommen aus den Kreistagsfraktionen, der Landkreisverwaltung und der Erzgebirgssparkasse. Von der SPD-GRÜNE-Fraktion ist Holger Haase dabei: „Aus 103 Vorschlägen mit teils ganzseitigen Begründungen war auszuwählen, wer die Preise erhalten soll. Das waren schwere Entscheidungen. Ich hatte mir alles ausgedruckt, zwei Ordner voll, die ich immer wieder gewälzt habe, Notizen gemacht, Vorentscheidungen getroffen – das Thema hat mich in den letzten Wochen also stark beschäftigt.“
Die vier Hauptpreise sind mit 2.000 Euro dotiert, jeweils zwei weitere Preise mit 1.000 Euro und 500 Euro, außer beim Sonderpreis. An wen diesmal die Preise gehen, bleibt allerdings noch ein paar Monate geheim: Die Namen werden bei der Erzgebürger-Gala am 7. November 2025 im Kulturhaus Aue bekannt gegeben.
Erzgebürger-Gala am 8. November 2024 im Kulturhaus Aue. Foto: Holger Haase
„Ich war erneut überrascht von Umfang und Vielfältigkeit der eingereichten Vorschläge. Sie zeigen ein breites Spektrum ehrenamtlicher Arbeit in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Oftmals bleiben die Engagierten im Hintergrund. Dies soll der Ehrenamtspreis zu einem Teil ändern und solche Menschen und Vereine ins Licht bringen“, so Holger Haase.
„Bauchschmerzen bekommt man als Jurymitglied mitunter, wenn man sieht, wie viele Ehrenamtliche unberücksichtigt bleiben, manchmal fehlen nur wenige Punkte zur Auszeichnung. Eine kleine Entschädigung bietet allen die Teilnahme an der großen Erzgebürger-Gala. Jenen, die dann keinen Preis erhalten, möchte ich Mut machen, einen zweiten Versuch bei der nächsten Ausschreibung zu starten.“
Weiterlesen:
- Infos zum Ehrenamt im Erzgebirgskreis: ehrenamt.erzgebirgskreis.de
- Artikel Vorschläge einreichen für Erzgebürger 2025: rot-gruen-erz.de/erzgebuerger-bis-31-maerz-vorschlaege-fuer-ehrenamtspreis-einreichen
- Artikel Preisverleihung Erzgebürger 2024: rot-gruen-erz.de/erzgebuerger-2024-wuerdigung-fuers-ehrenamt-im-erzgebirgskreis

Zur Person
In Amtsberg hat sich das Purple-Path-Kunstwerk „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel bereits zu einem wahren Ausflugsziel entwickelt. Die etwa 14 Meter hohe Skulptur aus Holz hatte an diesem Ort einen historischen Vorgänger, einen Triangulationsturm. „Der gewählte Standort verbindet in einzigartiger Weise die Kulturhauptstadt mit dem Erzgebirge, denn nur von diesem Höhenweg hat man einen überragenden Blick sowohl auf die gesamte Stadt Chemnitz als auch auf die Höhenlage des Erzgebirges“, erklärt Holger Haase. „Wöchentlich schauen hier mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher vorbei, immer wieder hört man anerkennende Worte und die Versicherung, mit weiteren Gästen zurückzukehren.“
„Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel in Amtsberg OT Dittersdorf (Foto: Holger Haase)
In Jahnsdorf ist seit Mitte 2024 Jeppe Heins „Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ zu finden, eine mehrteilige Bank aus Aluminium. „Der Purple Path ist mehr als die Kunstwerke, er verbindet die Menschen der Region unter anderem durch gemeinsame alte und neue Traditionen und Kulturprojekte, bietet viele Erlebnisse und Geschichten“, führt Dr. Elke Stadler aus. „Kommen auch Sie nach Jahnsdorf und nehmen Sie Platz an diesem erholsamen Ort!“
„Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ von Jeppe Hein in Jahnsdorf (Foto: Elke Stadler)
Das Hauptkunstwerk des Purple Path bekommt Oelsnitz, die Lichtinstallation „Beyond Horizons“ von James Turrell. Dafür wird auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlenwerks, hinter der im Januar neu eröffneten „Kohlewelt“, Halle 18 neu erbaut. Sie soll bis zum Herbst fertig werden. Die Eröffnung ist Ende 2025 geplant, das Kunstwerk soll mindestens zehn Jahre lang zu sehen sein. Wir werden berichten, sobald es so weit ist, mit Einblicken von Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion und Bürgermeister von Oelsnitz.
Am Bahnhof in Olbernhau denkt man gleich an den berühmten Hollywood-Schriftzug in Los Angeles, wenn man das Werk „Plywood“ von Jay Gard sieht. „Plywood heißt Sperrholz und symbolisiert die Holzindustrie in Olbernhau“, so Undine Fritzsche. „Das Material ist pulverisiertes Kupfer, was wiederum eine gute Verbindung zum Olbernhauer Kupferhammer herstellt.“
„Plywood“ von Jay Gard in Olbernhau (Foto: Holger Haase)
In Zschopau am Ufer des gleichnamigen Flusses lädt das Kunstwerk „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer ein, sich Gedanken über Stadt und Fluss im Laufe der Zeit zu machen. Der Begriff „Fließgleichgewicht“ stammt aus der Biologie, er bezieht sich auf einen Gleichgewichtszustand zwischen ein- und ausströmenden Substanzen. Bereits im Mittelalter diente dieser Abschnitt des Flusses als Querungsstelle für Händler, die Salz zwischen Leipzig und Prag transportierten. Der Spiegel selbst erinnert an einen Motorradseitenspiegel und damit an die Motorradproduktion in Zschopau. Hendrik Uhlmann betont: „Mit dem ‚Fließgleichgewicht‘ haben wir nicht nur ein beeindruckendes Kunstwerk erhalten, sondern auch einen Ort der Reflexion über die Verbindung von Natur, Geschichte und Zukunft. Die Skulptur regt zum Nachdenken über ökologische Gleichgewichte und die historische Entwicklung unserer Stadt an.“
„Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer in Zschopau (Foto: Nils Sigmund)

Spatz im Winter. Foto: Kay Meister
Amseln, hier ein Weibchen, zählen zu den häufigsten Singvögeln im Erzgebirge. Beide Fotos: Kay Meister
Bergwiesen sind die letzten Rückzugsräume der Wiesenbrüter, zum Beispiel des Braunkehlchens.
Am 17. Juni 2016 wurde das neu gestaltete Außengelände des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Schwarzenberg eingeweiht und die Skulptur „Der Stellvertreter“ von Hans Brockhage enthüllt.