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Hoffnung wecken, Mut machen, Ansporn sein: Verleihung des „Erzgebürger 2025“

Am ver­gan­ge­nen Freitag, den 7. November 2025, wur­de im Kulturhaus Aue zum sieb­ten Mal der Ehrenamtspreis des Erzgebirgskreises „Erzgebürger“ ver­lie­hen, und zwar in den Kategorien „Engagement für das Gemeinwohl“, „Engagement für eine lebens­wer­te Heimat“, „Engagement für Kultur, Sport und Tourismus“ sowie „Jung und enga­giert im ERZ“. An der fest­li­chen Gala nah­men von der SPD-GRÜNE-Fraktion Vorsitzender Thomas Lein und Holger Haase teil, der Mitglied in der „Erzgebürger“-Jury ist.

„Erzgebürger“-Gala am 7. November 2025. Foto: Holger Haase

Mit dem „Erzgebürger“-Preis und der Gala soll zum einen kon­kret Menschen gedankt wer­den, die Zeit und Herzblut in ein Ehrenamt ste­cken. Zum andern rich­tet sich bei die­ser Gelegenheit der Scheinwerfer aufs Ehrenamt ins­ge­samt. „Sie wer­den gese­hen. Sie wer­den geach­tet. Sie sind nicht ver­ges­sen – auch wenn Sie heu­te nicht zu den Preisträgern oder Nominierten gehö­ren“ war dem­entspre­chend auch der Tenor ver­schie­de­ner Laudationen und der Ansprache von Landrat Rico Anton.

„Diese Ehrung will Hoffnung wecken, Mut machen, Ansporn sein und fin­det sach­sen­weit viel Beachtung“, so Holger Haase. „Das spie­gel­te sich in den Würdigungen ver­schie­de­ner pro­mi­nen­ter Rednerinnen und Redner aus Bundes- und Landespolitik wider. Der Erzgebirgskreis schenkt sei­nen Ehrenamtlichen gro­ße Aufmerksamkeit, ver­bun­den mit Mutmachsignalen an die, die oft im Verborgenen Gutes tun und sich ohne viel Aufheben für die Allgemeinheit oder Hilfsbedürftige ein­set­zen. Das Erzgebirge ist damit ein Leuchtturm im gan­zen Freistaat. Die zehn Preisträgerinnen und Preisträger wur­den in ver­schie­de­nen Medien genannt, die gesam­te Verleihung kann auch im Nachhinein auf YouTube ange­schaut wer­den. Für alle Beteiligten war es eine beein­dru­cken­de Veranstaltung in einem beacht­li­chen kul­tu­rel­len und kuli­na­ri­schen Rahmen.

Mein per­sön­li­cher Favorit war der Friedensglocke Fichtelberg e. V. aus Schwarzenberg, Sieger in der Kategorie ‚Engagement für das Gemeinwohl‘. Faszinierend schon der Gedanke, mit einer Glocke auf dem Fichtelberg weit­hin hör- und sicht­bar an die wie­der­ge­won­ne­ne Einheit Deutschlands zu erin­nern und gleich­zei­tig Mahnung für den Frieden in der Welt zu sein. Noch grö­ße­ren Respekt nötigt die mate­ri­el­le und geis­tig-kör­per­li­che Leistung ab, die der Verein auf­brach­te, der eigens für die Ersatzbeschaffung der mut­wil­lig beschä­dig­ten ers­ten Glocke gegrün­det wur­de: Neuguss in Innsbruck, Bau und Aufstellung eines neu­en Glockenstuhls, Organisation des Läutedienstes und vie­les mehr. Alles in der Freizeit und größ­ten­teils mit Spendenmitteln.“

Mitglieder des Friedensglocke Fichtelberg e. V. Foto: Holger Haase

„Die finan­zi­el­len Rahmenbedingungen für den ‚Erzgebürger‘-Preis waren in die­sem Jahr weni­ger gut. Finanziert wird das Event aus Steuermitteln und mit­hil­fe von Sponsoren wie der Erzgebirgssparkasse. Erstmals betrat 2025 ein neu­er Unterstützer die Bühne: eins ener­gie in sach­sen. Mit die­sem leis­tungs­star­ken Partner ist die Zukunft des ‚Erzgebürger‘ nun ein Stück weit auch zukünf­tig auf siche­re Füße gestellt“, schließt Holger Haase.

„Es ist rich­tig und wich­tig, dass der Erzgebirgskreis trotz der ange­spann­ten Haushaltslage an der Auszeichnung fest­hält“, betont Thomas Lein. „Die ehren­amt­lich täti­gen Menschen sind für den Zusammenhalt in unse­rer Gesellschaft von wesent­li­cher Bedeutung. Sie über­neh­men Aufgaben, wel­che die Kommunen selbst nicht stem­men kön­nen. Vor ihrer Arbeit kön­nen wir nur den Hut zie­hen und unse­re aller­höchs­te Wertschätzung zei­gen. Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerinnen und Preisträger, alles Gute und macht wei­ter so tol­le Arbeit.“

Für den „Erzgebürger 2026“ kann man ab dem 1. Januar 2026 Personen, Vereine, Gruppierungen, Institutionen oder Projekte im Landkreis vor­schla­gen. Vielleicht fällt Ihnen ja jemand ein, die oder der die­sen Preis unbe­dingt erhal­ten sollte?


Alle Preisträgerinnen und Preisträger sowie mehr Infos fin­den Sie hier: https://ehrenamt.erzgebirgskreis.de/erzgebuerger

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Erzgebürger 2025: 103 Vorschläge, 10 Preisträger und eine Gala im November

Zum sieb­ten Mal wird in die­sem Jahr der Ehrenamtspreis des Erzgebirgskreises „Erzgebürger“ ver­lie­hen. Es gibt vier Kategorien: „Engagement für das Gemeinwohl“, „Engagement für eine lebens­wer­te Heimat“, „Engagement für Kultur, Sport und Tourismus“ sowie „Jung und enga­giert im ERZ“. Man kann dafür Personen, Vereine, Gruppierungen, Institutionen oder Projekte im Landkreis vor­schla­gen, das war bis zum 31. März 2025 möglich.

Am Montag, den 26. Mai 2025, traf sich die Erzgebürger-Jury, um die zehn Preisträgerinnen und Preisträger zu ermit­teln. Die Jurymitglieder kom­men aus den Kreistagsfraktionen, der Landkreisverwaltung und der Erzgebirgssparkasse. Von der SPD-GRÜNE-Fraktion ist Holger Haase dabei: „Aus 103 Vorschlägen mit teils ganz­sei­ti­gen Begründungen war aus­zu­wäh­len, wer die Preise erhal­ten soll. Das waren schwe­re Entscheidungen. Ich hat­te mir alles aus­ge­druckt, zwei Ordner voll, die ich immer wie­der gewälzt habe, Notizen gemacht, Vorentscheidungen getrof­fen – das Thema hat mich in den letz­ten Wochen also stark beschäftigt.“

Die vier Hauptpreise sind mit 2.000 Euro dotiert, jeweils zwei wei­te­re Preise mit 1.000 Euro und 500 Euro, außer beim Sonderpreis. An wen dies­mal die Preise gehen, bleibt aller­dings noch ein paar Monate geheim: Die Namen wer­den bei der Erzgebürger-Gala am 7. November 2025 im Kulturhaus Aue bekannt gegeben.

Erzgebürger-Gala am 8. November 2024 im Kulturhaus Aue. Foto: Holger Haase

„Ich war erneut über­rascht von Umfang und Vielfältigkeit der ein­ge­reich­ten Vorschläge. Sie zei­gen ein brei­tes Spektrum ehren­amt­li­cher Arbeit in vie­len Bereichen des täg­li­chen Lebens. Oftmals blei­ben die Engagierten im Hintergrund. Dies soll der Ehrenamtspreis zu einem Teil ändern und sol­che Menschen und Vereine ins Licht brin­gen“, so Holger Haase.

„Bauchschmerzen bekommt man als Jurymitglied mit­un­ter, wenn man sieht, wie vie­le Ehrenamtliche unbe­rück­sich­tigt blei­ben, manch­mal feh­len nur weni­ge Punkte zur Auszeichnung. Eine klei­ne Entschädigung bie­tet allen die Teilnahme an der gro­ßen Erzgebürger-Gala. Jenen, die dann kei­nen Preis erhal­ten, möch­te ich Mut machen, einen zwei­ten Versuch bei der nächs­ten Ausschreibung zu starten.“

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6 x Purple Path im Erzgebirgskreis: Eröffnung vom 11. bis 13. April 2025

Vom 11. bis 13. April 2025 wird der Kunst- und Skulpturenweg Purple Path offi­zi­ell eröff­net, an dem Wochenende wer­den neue Skulpturen ein­ge­weiht, Ausstellungen gestar­tet, Wanderungen, Konzerte und wei­te­re Veranstaltungen ange­bo­ten. Ein Blick ins Programm lohn sich.

Der Purple Path ver­bin­det Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 mit 38 Städten und Gemeinden im Umland. Leitmotiv ist „Alles kommt vom Berg her“, mit Blick auf den Bergbau, auf die Mineralien, die abge­baut wur­den, auf Holz und Licht. Es ist ein lang­fris­ti­ges Projekt, denn die Kunstwerke sol­len auf Jahrzehnte erhal­ten bleiben.

Welche Purple-Path-Kunstwerke befin­den sich in den Orten, in denen die sechs Mitglieder der SPD-GRÜNE-Fraktion leben?


In Amtsberg hat sich das Purple-Path-Kunstwerk „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel bereits zu einem wah­ren Ausflugsziel ent­wi­ckelt. Die etwa 14 Meter hohe Skulptur aus Holz hat­te an die­sem Ort einen his­to­ri­schen Vorgänger, einen Triangulationsturm. „Der gewähl­te Standort ver­bin­det in ein­zig­ar­ti­ger Weise die Kulturhauptstadt mit dem Erzgebirge, denn nur von die­sem Höhenweg hat man einen über­ra­gen­den Blick sowohl auf die gesam­te Stadt Chemnitz als auch auf die Höhenlage des Erzgebirges“, erklärt Holger Haase. „Wöchentlich schau­en hier meh­re­re Hundert Besucherinnen und Besucher vor­bei, immer wie­der hört man aner­ken­nen­de Worte und die Versicherung, mit wei­te­ren Gästen zurückzukehren.“

„Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel in Amtsberg OT Dittersdorf (Foto: Holger Haase)


In Jahnsdorf ist seit Mitte 2024 Jeppe Heins „Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ zu fin­den, eine mehr­tei­li­ge Bank aus Aluminium. „Der Purple Path ist mehr als die Kunstwerke, er ver­bin­det die Menschen der Region unter ande­rem durch gemein­sa­me alte und neue Traditionen und Kulturprojekte, bie­tet vie­le Erlebnisse und Geschichten“, führt Dr. Elke Stadler aus. „Kommen auch Sie nach Jahnsdorf und neh­men Sie Platz an die­sem erhol­sa­men Ort!“

„Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ von Jeppe Hein in Jahnsdorf (Foto: Elke Stadler)


Marienberg betei­ligt sich mit the­ma­ti­schen Veranstaltungen und ist damit auch Teil der Kulturregion und des Purple Path selbst. Mit einem eige­nen Kunstwerk war­tet die Stadt jedoch lei­der nicht auf“, erläu­tert Kay Meister. „Ich hat­te mich für das Kunstwerk aus­ge­spro­chen, das auf dem Marienberger Marktplatz geplant war, der Stadtrat hat es jedoch im September 2024 knapp abge­lehnt. Es gab 8 Ja-Stimmen, unter ande­rem von der Fraktion ‚Zukunft für Marienberg‘, der ich ange­hö­re, und von der Linke, 9 Gegenstimmen sowie 7 Stimmenthaltungen. Damit wur­de die Chance ver­passt, an die­sem schil­lern­den Event in unse­rer Region mit einem ori­gi­nel­len Beitrag in Form eines Kunstwerks teil­zu­neh­men und damit kul­tu­rell auf Jahre zu punkten.“


Das Hauptkunstwerk des Purple Path bekommt Oelsnitz, die Lichtinstallation „Beyond Horizons“ von James Turrell. Dafür wird auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Steinkohlenwerks, hin­ter der im Januar neu eröff­ne­ten „Kohlewelt“, Halle 18 neu erbaut. Sie soll bis zum Herbst fer­tig wer­den. Die Eröffnung ist Ende 2025 geplant, das Kunstwerk soll min­des­tens zehn Jahre lang zu sehen sein. Wir wer­den berich­ten, sobald es so weit ist, mit Einblicken von Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion und Bürgermeister von Oelsnitz.


Am Bahnhof in Olbernhau denkt man gleich an den berühm­ten Hollywood-Schriftzug in Los Angeles, wenn man das Werk „Plywood“ von Jay Gard sieht. „Plywood heißt Sperrholz und sym­bo­li­siert die Holzindustrie in Olbernhau“, so Undine Fritzsche. „Das Material ist pul­ve­ri­sier­tes Kupfer, was wie­der­um eine gute Verbindung zum Olbernhauer Kupferhammer herstellt.“

„Plywood“ von Jay Gard in Olbernhau (Foto: Holger Haase)


In Zschopau am Ufer des gleich­na­mi­gen Flusses lädt das Kunstwerk „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer ein, sich Gedanken über Stadt und Fluss im Laufe der Zeit zu machen. Der Begriff „Fließgleichgewicht“ stammt aus der Biologie, er bezieht sich auf einen Gleichgewichtszustand zwi­schen ein- und aus­strö­men­den Substanzen. Bereits im Mittelalter dien­te die­ser Abschnitt des Flusses als Querungsstelle für Händler, die Salz zwi­schen Leipzig und Prag trans­por­tier­ten. Der Spiegel selbst erin­nert an einen Motorradseitenspiegel und damit an die Motorradproduktion in Zschopau. Hendrik Uhlmann betont: „Mit dem ‚Fließgleichgewicht‘ haben wir nicht nur ein beein­dru­cken­des Kunstwerk erhal­ten, son­dern auch einen Ort der Reflexion über die Verbindung von Natur, Geschichte und Zukunft. Die Skulptur regt zum Nachdenken über öko­lo­gi­sche Gleichgewichte und die his­to­ri­sche Entwicklung unse­rer Stadt an.“

„Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer in Zschopau (Foto: Nils Sigmund)


-> Programm zur Eröffnung des Purple Path vom 11. bis 13. April 2025: https://chemnitz2025.de/purple-path/eroeffnung


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Fraktion

Erste Klausur der SPD-GRÜNE-Fraktion in Amtsberg

Zu ihrer ers­ten Klausur hat sich die SPD-GRÜNE-Fraktion am 14. und 15. März 2025 in Amtsberg getrof­fen. Im Sitzungsteil ging es um Themen aus den Ausschüssen und um alles, was die Fraktion aktu­ell umtreibt. Am Freitagabend konn­ten Mitglieder der bei­den Kreisverbände vor­bei­schau­en und mit der Fraktion ins Gespräch kom­men. Der kul­tu­rel­le Teil führ­te am Freitag zur Schauanlage Mini-Weißbach und am Samstag zum Purple-Path-Kunstwerk auf der Dittersdorfer Höhe.

Mini-Weißbach besteht aus Modellen von Weißbacher Häusern im Maßstab 1:10. Das ers­te Gebäude war die Weißbacher Kirche, ein Geschenk der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau zum Festumzug 2002 anläss­lich 550 Jahre Weißbach. Das Modell soll­te öffent­lich gezeigt wer­den, und so grün­de­te sich 2004 im Heimatverein Weißbach die Arbeitsgruppe „Mini-Weißbach“, die neue Häuser baut und die Schauanlage im klei­nen Park an der Grießbacher Straße in Schuss hält. Dort fin­den sich mitt­ler­wei­le 25 Modelle. An jedem Haus sind span­nen­de Details zu ent­de­cken, bei den meis­ten kann man einen Knopf drü­cken und damit Figuren in Bewegung brin­gen. Besonders sehens­wert ist Mini-Weißbach im Advent, wenn alles weih­nacht­lich geschmückt ist und unzäh­li­ge Lichter strah­len. 2024 hat der Heimatverein Weißbach unter ande­rem für die­ses Projekt den Ehrenamtspreis des Erzgebirgskreises, „Erzgebürger“, erhalten.

Fraktionsmitglied Holger Haase, der in Weißbach lebt und Mitglied im Heimatverein Weißbach ist, wuss­te zu jedem Haus etwas Interessantes zu erzäh­len. „Die Schauanlage ist mitt­ler­wei­le über­re­gio­nal bekannt und zieht Jahr für Jahr mehr Besucher an. Durch die gemein­sa­me Arbeit an Mini-Weißbach wird aber auch der Zusammenhalt im Ort geför­dert. Neben den älte­ren ‚Hasen‘, die sich um den Bau der Häuser küm­mern, konn­ten vie­le jun­ge Leute gewon­nen wer­den, die sich um Pflege und Erhalt bemü­hen. Auf der Anlage wer­den zudem ver­schie­de­ne Feste der Gemeinde gefei­ert, etwa das Weinfest, Maibaumsetzen und Lichterhaus-Stunden.“

Von der Dittersdorfer Höhe hat man je nach Wetterlage eine fan­tas­ti­sche Aussicht auf Chemnitz und den Erzgebirgskamm. Seit letz­tem Jahr steht dort ein Purple-Path-Kunstwerk, „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel. Die etwa 14 Meter hohe Skulptur aus Holz hat­te an die­sem Ort einen his­to­ri­schen Vorgänger, einen Triangulationsturm. Dieser wur­de im Rahmen der „Königlich-Sächsischen Triangulirung“ errich­tet, einer Landesvermessung und Kartierung des Königreiches Sachsen, die von 1862 bis 1890 statt­fand. Bis in die 1970er-Jahre stand der alte Turm dort. Holger Haase: „Der neue Turm, also das Purple-Path-Kunstwerk, hat sich zu einem wah­ren Ausflugsziel ent­wi­ckelt. Wöchentlich schau­en meh­re­re Hundert Besucherinnen und Besucher vorbei.“

Fazit von Thomas Lein, dem Vorsitzenden der SPD-GRÜNE-Fraktion: „Wir konn­ten unse­re Klausur nut­zen, um zen­tra­le poli­ti­sche Weichen für die kom­men­de Zeit zu stel­len. Wir haben inten­siv über unse­re Schwerpunkte dis­ku­tiert, gemein­sa­me Strategien ent­wi­ckelt und den Zusammenhalt inner­halb der Fraktion gestärkt. Es war ein wich­ti­ger Termin, damit wir wei­ter geschlos­sen und ent­schlos­sen unse­re Ziele umsetzen.“

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Landkreis

Erzgebürger: bis 31. März Vorschläge für Ehrenamtspreis einreichen

Zum sieb­ten Mal loben der Landrat und der Kreistag des Erzgebirgskreises den Ehrenamtspreis „Erzgebürger“ aus. Man kann dafür Personen, Vereine, Gruppierungen, Institutionen oder Projekte im Landkreis vorschlagen.

Es gibt vier Kategorien: Engagement für das Gemeinwohl, Engagement für eine lebens­wer­te Heimat, Engagement für Kultur, Sport und Tourismus sowie den Sonderpreis „Jung und enga­giert im ERZ“.

Die Vorschläge sind bis Montag, 31. März 2025, ein­zu­rei­chen, und zwar online, per E‑Mail oder Brief.

Eine Jury ermit­telt die Preisträgerinnen und Preisträger. Diese wer­den bei einer Gala am 7. November 2025 im Kulturhaus Aue bekannt gege­ben. Von der SPD-GRÜNE-Fraktion ist Holger Haase Mitglied der Jury: „Es ist kei­ne leich­te Aufgabe, aus dem viel­schich­ti­gen, umfang­rei­chen Engagement eine Auswahl zu tref­fen. Aber zu sehen, wie vie­le Menschen sich auf vie­ler­lei Art und Weise im Landkreis ehren­amt­lich ein­brin­gen, macht Hoffnung und Mut, gesell­schaft­li­che Herausforderungen auch in Zukunft zu meis­tern und unse­re Heimat lebens- und lie­bens­wert zu gestalten.“

Mit dem Erzgebürger-Preis und der Gala soll zum einen kon­kret Menschen gedankt wer­den, die Zeit und Herzblut in ein Ehrenamt ste­cken. Zum andern rich­tet sich bei die­ser Gelegenheit der Scheinwerfer aufs Ehrenamt ins­ge­samt: Ohne all die Ehrenamtlichen wür­den Landkreis und Gemeinden schlecht daste­hen, gera­de da bei knap­pen Mitteln und klam­men Kassen oft genug zuerst bei Kultur und Sozialem gekürzt wird.

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Landkreis

Erzgebürger 2024: Würdigung fürs Ehrenamt im Erzgebirgskreis

„Erzgebürger“-Gala am 8. November 2024 im Kulturhaus Aue. Foto: Holger Haase

Am Freitag, den 8. November 2024, wur­de zum sechs­ten Mal der „Erzgebürger“, ver­lie­hen. Für den Ehrenamtspreis des Erzgebirgskreises waren von Januar bis April 2024 114 Vorschläge beim Landratsamt ein­ge­gan­gen. Eine zehn­köp­fi­ge Jury aus den Kreistagsfraktionen, der Landkreisverwaltung und der Erzgebirgssparkasse hat­te 95 davon nomi­niert und schließ­lich zehn Preisträgerinnen und Preisträger in vier Kategorien ermit­telt: „Engagement für das Gemeinwohl“, „Engagement für eine lebens­wer­te Heimat“, „Engagement für Kultur, Sport und Tourismus“ und Sonderpreis „Jung und enga­giert im ERZ“.

Für die SPD-GRÜNE-Fraktion ist Holger Haase in der Jury: „Es ist kei­ne leich­te Aufgabe, aus dem viel­schich­ti­gen, umfang­rei­chen Engagement eine Auswahl zu tref­fen. Zur Gala sind stets alle Nominierten ein­ge­la­den. Ich habe von vie­len die Rückmeldung, dass das für sie eine ehren­vol­le und inter­es­san­te Erfahrung ist. Die Würdigung durch die jewei­li­gen Laudatoren und die hoch­ka­rä­ti­ge, mit­rei­ßen­de kul­tu­rel­le Umrahmung lie­ßen auch dies­mal wie­der oft ein Gänsehaut-Feeling aufkommen.“

Einer der Laudatoren war Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion, der in sei­ner Funktion als Bürgermeister von Oelsnitz den Oelsnitzer Blasmusikanten – Bergmusikkorps „Glück Auf“ in der Kategorie „Engagement für Kultur, Sport und Tourismus“ den drit­ten Preis über­reich­te. „Wir gra­tu­lie­ren allen Preisträgern recht herz­lich und wün­schen ihnen alles erdenk­lich Gute. Ihr Engagement, ihr Einsatz und ihre Leidenschaft kön­nen uns allen ein leuch­ten­des Beispiel sein. Der ‚Erzgebürger‘ ist ein her­vor­ra­gen­des Format, um enga­gier­te Bürger und Vereine aus­zu­zeich­nen“, so Thomas Lein.

Oelsnitzer Blasmusikanten – Bergmusikkorps „Glück Auf“. Foto: Holger Haase

Holger Haase betont die Strahlkraft der Gala nach außen – im Erzgebirge und dar­über hin­aus: „Wer zu die­ser Veranstaltung aus ande­ren Teilen Deutschlands ange­reist war, konn­te sich durch­aus vor­stel­len, im Erzgebirge hei­misch zu wer­den. Die Verbundenheit zur Region spielt hier augen­schein­lich eine her­aus­ra­gen­de Rolle. Zudem machen der Umfang und die Vielschichtigkeit des gemein­schaft­li­chen Engagements Hoffnung und Mut, gesell­schaft­li­che Herausforderungen auch in Zukunft zu meis­tern und unse­re Heimat lebens- und lie­bens­wert zu gestal­ten. Möge der Funke der Herzlichkeit, der Hilfsbereitschaft, des unei­gen­nüt­zi­gen Einsatzes der Geehrten und Nominierten auf vie­le Mitmenschen über­sprin­gen und sich zu einem Feuer des Gemeinsinns ent­wi­ckeln. Ein gro­ßes Dankeschön an die Ausrichter, Helfer und Unterstützer die­ser groß­ar­ti­gen Ehrung!“


-> Infos zum Ehrenamt im Erzgebirgskreis sowie Preisträgerinnen und Preisträger „Erzgebürger“: ehrenamt.erzgebirgskreis.de

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SPD und GRÜNE bilden gemeinsame Fraktion im neuen Kreistag

Die kon­sti­tu­ie­ren­de Sitzung des neu­en Kreistags des Erzgebirgskreises ist am Mittwoch, den 4. September. Schon im Vorfeld woll­te das Landratsamt wis­sen, wel­che Fraktionen sich zusam­men­ge­fun­den haben. Die neu gewähl­ten Kreisräte von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben bei einer Sitzung am Dienstag, den 13. August 2024, für eine gemein­sa­me Fraktion gestimmt. Ebenso wur­de der Vorstand gewählt.

Thomas Lein

Fraktionsvorsitzender ist Thomas Lein, SPD. Der Volljurist ist seit zwei Jahren Bürgermeister von Oelsnitz/Erzgebirge. Er ist zum ers­ten Mal im Kreistag. „Als Neuling im Kreistag freue ich mich dar­auf, die Zukunft unse­res schö­nen Erzgebirgskreises aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Die gemein­sa­me Fraktion gibt uns die Möglichkeit, an der poli­ti­schen Willensbildung teil­zu­neh­men. Die vor­an­ge­gan­ge­nen Gespräche waren sehr gut und kon­struk­tiv. Wir wer­den gemein­sam und auf sach­li­cher Ebene arbei­ten, zum Wohle unse­res Landkreises.“

Kay Meister

Sein Stellvertreter ist Kay Meister, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Der Naturschützer und Umweltbildner aus Marienberg OT Rübenau ist Geschäftsführer des Naturschutzvereins Natura Miriquidica und frei­be­ruf­li­cher Diplom-Biologe. 2022 wur­de er zum Kreisnaturschutzbeauftragten für die Region Mittleres Erzgebirge bestellt. Seit zehn Jahren sitzt er im Stadtrat von Marienberg. Im Kreistag ist er gleich­falls zum drit­ten Mal in Folge. „Der Erzgebirgskreis erreicht aus mei­ner Sicht nur durch eine nach­hal­ti­ge Entwicklung und den Schutz sei­ner ein­zig­ar­ti­gen natür­li­chen Ressourcen sei­ne Zukunftsfähigkeit.“

Holger Haase

Für die Finanzen ist Holger Haase zustän­dig, der in der Legislatur 2019 bis 2024 das ers­te Mal für die SPD im Kreistag war. Der Busfahrer aus Weißbach sitzt seit 1994 im Gemeinderat von Amtsberg und ist in der neu­en Legislatur ers­ter Stellvertreter des Bürgermeisters. Er enga­giert sich viel­sei­tig ehren­amt­lich, etwa im Heimatverein Weißbach, spe­zi­ell in der Ortsgeschichte. „In der Freizeit gilt mein Interesse unter ande­rem der Verkehrsgeschichte im Erzgebirge, ins­be­son­de­re dem Omnibusverkehr. Mit der KVG Sachsen waren wir in den 1930er-Jahren Vorbild bei der Erschließung des länd­li­chen Raumes. Hier möch­te ich heu­te anknüp­fen und mich für ein gutes, sinn­vol­les ÖPNV-Netz ein­set­zen. Mit Erzgebirgsbahn und City-Bahn haben wir sehr gute Nahverkehrsangebote im Kreis, die­se gilt es durch intel­li­gen­te Verknüpfungen mit dem Busverkehr für alle Bürgerinnen und Bürger attrak­tiv zu gestal­ten. Damit das Deutschlandticket auch im Erzgebirge Sinn macht …“

Undine Fritzsche

Ebenfalls zum zwei­ten Mal für die SPD in den Kreistag gewählt wur­de Undine Fritzsche, Diplom-Medizinerin und Fachärztin für Allgemeinmedizin in Olbernhau. Seit 25 Jahren ist sie Mitglied im Stadtrat von Olbernhau. „Wichtig sind mir der Erhalt der Krankenhäuser und die Verbesserung der ambu­lan­ten medi­zi­ni­schen Versorgung. Kulturelle und sport­li­che Einrichtungen müs­sen erhal­ten und die Infrastruktur ver­bes­sert wer­den, dabei darf der Umweltschutz nicht zu kurz kommen.“

Hendrik Uhlmann

Das ers­te Mal im Kreistag ist Hendrik Uhlmann von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dem Testingenieur aus Zschopau liegt eine trans­pa­ren­te und gerech­te Vereinsförderung am Herzen, mit beson­de­rem Augenmerk auf die Kinder- und Jugendarbeit. Er selbst ist Vorsitzender des Imkervereins Zschopau und Mitglied im Einsiedler Skiverein sowie im Gewerbeverein „Unser Zschopau“. „Meine Themen im Erzgebirgskreis sind die Entwicklung eines natur­na­hen, sanf­ten (Sport-)Tourismus und des Sommertourismus als Ergänzung zum Wintertourismus. Dazu gehört für mich auch die Erschließung tou­ris­ti­scher Rad- und Wanderwege sowie die Vermarktung der UNESCO-Welterbestätten.“

Dr. Elke Stadler

Nach fünf Jahren Pause ist Dr. Elke Stadler aus Jahnsdorf zum drit­ten Mal für die SPD im Kreistag. Die Diplom-Mathematikerin ist seit 25 Jahren auch Mitglied im Gemeinderat von Jahnsdorf. „Bereits 2019 habe ich als Kreisrätin im Namen der SPD-Fraktion gefragt, ob sich der Erzgebirgskreis wirk­lich aus­rei­chend um Betroffene häus­li­cher Gewalt küm­mert. Die ein­ge­rich­te­ten zwei Schutzwohnungen lösen das Problem – auch aus Sicherheitsgründen – lei­der nach wie vor nicht und stel­len kei­ne wirk­li­che Alternative zu einer not­wen­di­gen eige­nen Frauenschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis dar. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist vor allem im Zusammenhang mit Corona enorm gestie­gen. Aus die­sem Grund wer­de ich mich unter ande­rem wei­ter für die Schaffung einer ent­spre­chen­den Einrichtung im Erzgebirgskreis einsetzen.“