2025 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das die SPD-GRÜNE-Kreistagsfraktion mit viel Engagement, Gesprächen und konkreten Themen im Erzgebirgskreis gestaltet hat. Ein paar Beispiele seien hier genannt.

Ehrenamt stärken und würdigen
Im November wurde der Ehrenamtspreis „Erzgebürger“ zum siebten Mal verliehen. An der Gala im Kulturhaus Aue nahmen Fraktionsvorsitzender Thomas Lein und „Erzgebürger“-Jurymitglied Holger Haase teil. In den Laudationen wurde deutlich: Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft und verdient höchste Anerkennung. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gilt unser herzlicher Glückwunsch und Dank für ihre tatkräftige Arbeit!
Natur und Artenvielfalt fördern
Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern setzen wir uns für den Schutz von Wildbienen, Insekten und typischen Landschaftselementen wie Bergwiesen ein. Unsere Veranstaltung Ende Juli in Rübenau bot Raum für Austausch und praktische Hinweise zum Naturschutz.
Natur- und Artenschutz weiterdenken
Beiträge über bedrohte Arten wie Erdkröten oder die Bedeutung von Bäumen wie der Linde als Heil- und Kulturbaum haben wichtige ökologische Themen in den Fokus gerückt und zur Diskussion über Lebensraum und Klimawandel angeregt.
Bildung und Gesellschaft
Wir haben uns intensiv mit dem Thema Schulsozialarbeit beschäftigt – einer zentralen Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die in Schulen eine wichtige Rolle für Förderung, Beratung und Prävention spielt.
Kurzum: Vielfalt, Engagement und Respekt vor Natur und Mitmenschen stehen im Mittelpunkt unserer Fraktionsarbeit – getragen von dem Wunsch, unseren Landkreis gemeinsam voranzubringen.

Zu Weihnachten wünschen wir Ihnen friedvolle Tage im Kreise Ihrer Familie, Freundinnen und Freunde, Kraft und Zuversicht für das neue Jahr und Momente der Ruhe und des Miteinanders.
Gerade in herausfordernden Zeiten sind Solidarität und Aufmerksamkeit füreinander besonders wichtig – miteinander reden, einander zuhören.
In diesem Sinne danken wir Ihnen für Ihr Vertrauen, Ihre Impulse und dafür, dass Sie unsere Arbeit im Landkreis interessiert verfolgen.
Frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr 2026!
Ihre SPD-GRÜNE-Fraktion im Kreistag des Erzgebirgskreises – Thomas Lein, Kay Meister, Undine Fritzsche, Holger Haase, Elke Stadler und Hendrik Uhlmann

Hilfe-Telefonnummern
Bei persönlichen Problemen und Sorgen finden Sie auch in der Weihnachtszeit Hilfe und Unterstützung bei Beratungsstellen und Hilfetelefonen.
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016, www.hilfetelefon.de
- Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530, www.hilfeportal-missbrauch.de
- Weisser Ring Opfer-Telefon: 116 006, https://weisser-ring.de
- Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche: 116 111, www.nummergegenkummer.de
- Elterntelefon: 0800 111 0550, www.elterntelefon.info
- Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“: 0800 40 40 020, www.bafza.de/rat-und-hilfe/hilfetelefon-schwangere-in-not
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222, www.telefonseelsorge.de
- Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533, www.deutsche-depressionshilfe.de
- Kenn dein Limit – Alkoholberatung: www.kenn-dein-limit.de/alkoholberatung

Kay Meister dazu: „Auch im Erzgebirgskreis haben viele Menschen seit Jahren keinen Igel mehr gesehen. Die meisten Kinder dürften aktuell aufwachsen, ohne jemals einem lebenden Igel zu begegnen. Es ist traurig, dass die Tiere, wenn überhaupt, meist überfahren am Straßenrand gefunden werden. Nur eine starke Igelpopulation kann derartige Verluste kompensieren. Dazu sind lokale Maßnahmen für den Schutz der beliebten Säugetiere in unserem Landkreis dringend notwendig.“

Kreisrat Hendrik Uhlmann ist Hobbyimker und Vorsitzender des Imkervereins Zschopau und Umgebung e. V. Er erzählte Wissenswertes und Spannendes über Bienenhaltung, Honiggewinnung und wie es um Nahrung für die Bienen steht. „Vom Frühjahr bis in den Sommer hinein, wenn alles blüht, auch die Rapsfelder und die Linden, können die Bienen genug Nektar und Pollen sammeln. Danach wird es eng, da Felder und Wiesen im Erzgebirgskreis zumeist intensiv bewirtschaftet werden.“
Näher als bei dieser Gelegenheit kann man Bienen kaum kommen – die Einblicke in das Leben von Arbeitsbienen, Königin und Drohnen gabs sozusagen live und in Farbe. Ein Hauptjob des Imkers ist es, für die Gesundheit der Bienen zu sorgen, sodass sie Pflanzen bestäuben und Honig liefern können. „Ich empfehle auch unbedingt, Honig beim lokalen Imker zu kaufen“, so Hendrik Uhlmann. „Da weiß man, was drin ist, dieser Honig hat keine Zusätze. Man unterstützt die Bienenhaltung vor Ort und damit die Artenvielfalt. In dem Honig sind außerdem die Pollen der hiesigen Pflanzen, was bei Heuschnupfen helfen kann.“
Kay Meister ist für die Fraktion Mitglied in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Naturpark Erzgebirge/Vogtland sowie Kreisnaturschutzbeauftragter. Er führte an dem Tag mehrere Gruppen über die Bergwiese zu den Bienenstöcken und hatte jede Menge Infos zu Flora und Fauna parat. Ein großes Anliegen von ihm ist der Erhalt der erzgebirgischen Bergwiesen. „Für die Wiesen ist es wichtig, dass sie blühen und verblühen können, damit Zittergras, Heidenelke, Arnika, Klappertopf und andere typische Bergwiesenpflanzen Samen bilden und im nächsten Jahr wieder wachsen.“
Für die erzgebirgischen Bergwiesen sowie Bienen und Co. können alle etwas machen, zum Beispiel Lupinen pflücken (Infos dazu
Antworten auf sämtliche Fragen zu dem Thema finden sich unter anderem auf den Websites von NABU und BUND. Entsprechende Broschüren konnte man vor Ort anschauen und mitnehmen, was auch Fraktionsmitglied Undine Fritzsche nutzte.
Ein absoluter Favorit bei Insekten, egal ob auf der Bergwiese oder im Garten, ist die Distel. „Ein großer Vorteil von Disteln ist, dass sie so lange blühen, bis in den Spätsommer hinein. Damit sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten“, so Kay Meister. 






In Amtsberg hat sich das Purple-Path-Kunstwerk „Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel bereits zu einem wahren Ausflugsziel entwickelt. Die etwa 14 Meter hohe Skulptur aus Holz hatte an diesem Ort einen historischen Vorgänger, einen Triangulationsturm. „Der gewählte Standort verbindet in einzigartiger Weise die Kulturhauptstadt mit dem Erzgebirge, denn nur von diesem Höhenweg hat man einen überragenden Blick sowohl auf die gesamte Stadt Chemnitz als auch auf die Höhenlage des Erzgebirges“, erklärt Holger Haase. „Wöchentlich schauen hier mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher vorbei, immer wieder hört man anerkennende Worte und die Versicherung, mit weiteren Gästen zurückzukehren.“
„Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel in Amtsberg OT Dittersdorf (Foto: Holger Haase)
In Jahnsdorf ist seit Mitte 2024 Jeppe Heins „Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ zu finden, eine mehrteilige Bank aus Aluminium. „Der Purple Path ist mehr als die Kunstwerke, er verbindet die Menschen der Region unter anderem durch gemeinsame alte und neue Traditionen und Kulturprojekte, bietet viele Erlebnisse und Geschichten“, führt Dr. Elke Stadler aus. „Kommen auch Sie nach Jahnsdorf und nehmen Sie Platz an diesem erholsamen Ort!“
„Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ von Jeppe Hein in Jahnsdorf (Foto: Elke Stadler)
Das Hauptkunstwerk des Purple Path bekommt Oelsnitz, die Lichtinstallation „Beyond Horizons“ von James Turrell. Dafür wird auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlenwerks, hinter der im Januar neu eröffneten „Kohlewelt“, Halle 18 neu erbaut. Sie soll bis zum Herbst fertig werden. Die Eröffnung ist Ende 2025 geplant, das Kunstwerk soll mindestens zehn Jahre lang zu sehen sein. Wir werden berichten, sobald es so weit ist, mit Einblicken von Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion und Bürgermeister von Oelsnitz.
Am Bahnhof in Olbernhau denkt man gleich an den berühmten Hollywood-Schriftzug in Los Angeles, wenn man das Werk „Plywood“ von Jay Gard sieht. „Plywood heißt Sperrholz und symbolisiert die Holzindustrie in Olbernhau“, so Undine Fritzsche. „Das Material ist pulverisiertes Kupfer, was wiederum eine gute Verbindung zum Olbernhauer Kupferhammer herstellt.“
„Plywood“ von Jay Gard in Olbernhau (Foto: Holger Haase)
In Zschopau am Ufer des gleichnamigen Flusses lädt das Kunstwerk „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer ein, sich Gedanken über Stadt und Fluss im Laufe der Zeit zu machen. Der Begriff „Fließgleichgewicht“ stammt aus der Biologie, er bezieht sich auf einen Gleichgewichtszustand zwischen ein- und ausströmenden Substanzen. Bereits im Mittelalter diente dieser Abschnitt des Flusses als Querungsstelle für Händler, die Salz zwischen Leipzig und Prag transportierten. Der Spiegel selbst erinnert an einen Motorradseitenspiegel und damit an die Motorradproduktion in Zschopau. Hendrik Uhlmann betont: „Mit dem ‚Fließgleichgewicht‘ haben wir nicht nur ein beeindruckendes Kunstwerk erhalten, sondern auch einen Ort der Reflexion über die Verbindung von Natur, Geschichte und Zukunft. Die Skulptur regt zum Nachdenken über ökologische Gleichgewichte und die historische Entwicklung unserer Stadt an.“
„Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer in Zschopau (Foto: Nils Sigmund)