Der Landesschülerrat Sachsen hat am 12. Mai 2026 eine Petition für mehr Schulsozialarbeit gestartet – sie soll in allen Schulformen ausgebaut und gesichert werden.

Aus der Petition: „Schulen stehen heute vor immer größeren Herausforderungen: psychische Belastungen nehmen zu, soziale Ungleichheiten wirken sich stärker auf den Bildungsweg aus, und nicht jede Schwierigkeit kann im Unterricht oder durch Lehrkräfte allein aufgefangen werden. Schulsozialarbeit ist ein verlässlicher Ansprechpartner, stärkt Vertrauen, schützt vor Eskalation und hilft dabei, dass Schule ein Ort des Lernens, der Sicherheit und der Teilhabe bleibt.
Der LandesSchülerRat Sachsen fordert den dauerhaften Erhalt und den flächendeckenden Ausbau von Schulsozialarbeit an allen Schulen in Sachsen. Schulsozialarbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil ganzheitlicher Bildung, weil sie Schüler:innen in belastenden Situationen unterstützt, Konflikte frühzeitig auffängt und Lehrkräfte im Schulalltag entlastet.
Damit Schulsozialarbeit das alles jedoch leisten kann, braucht es Sicherheit und Zuverlässigkeit an verschiedenen Stellen.“
Die Forderungen des Landesschülerrats:
- Schulsozialarbeit muss an allen – allgemeinbildenden und berufsbildenden – Schulen gesetzlich verankert werden, nicht nur an einzelnen Schularten.
- Der Bestand an Schulsozialarbeit darf nicht gekürzt werden; bestehende Stellen müssen dauerhaft gesichert werden.
- Der Ausbau muss planbar, verbindlich und langfristig finanziert werden, damit Kommunen und Träger verlässlich arbeiten können.
- Die Versorgung muss schrittweise so ausgebaut werden, dass jede Schule bedarfsgerechte Unterstützung erhält, auch an Grundschulen, Gymnasien und Förderschulen.
- Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen müssen zusätzlich gestärkt werden, damit Ungleichheiten nicht weiter wachsen.
- Der Freistaat Sachsen soll die Kommunen finanziell so unterstützen, dass Schulsozialarbeit nicht vom örtlichen Haushalt oder kurzfristigen Projektmitteln abhängt.
Dazu Thomas Lein, Vorsitzender der SPD-GRÜNE-Fraktion: „Die Petition des Landesschülerrats Sachsen setzt ein wichtiges Signal. Schulsozialarbeit ist heute ein fester Bestandteil guter Bildung und unterstützt Schülerinnen und Schüler dort, wo Unterricht allein an Grenzen stößt.
Sie hilft bei persönlichen Krisen, beugt Konflikten vor und stärkt das soziale Miteinander an Schulen. Davon profitieren nicht nur die jungen Menschen selbst, sondern auch Lehrkräfte und Eltern. Deshalb braucht es Schulsozialarbeit an allen Schulformen – von der Grundschule bis zum Berufsschulzentrum.
Wir unterstützen die Forderung nach einer dauerhaften Absicherung und einem bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit in Sachsen. Dafür sind eine gesetzliche Verankerung sowie eine verlässliche Finanzierung durch den Freistaat notwendig. Schulsozialarbeit darf nicht von befristeten Programmen oder kommunalen Haushaltslagen abhängen.
Wer Chancengleichheit stärken und Kinder und Jugendliche wirksam unterstützen will, muss Schulsozialarbeit als selbstverständlichen Teil unseres Bildungssystems begreifen und entsprechend fördern.“
Die Petition mitzeichnen: petition.landtag.sachsen.de/petitionen/cmspetition/schulsozialarbeit-erhalten-und-ausbauen-fr-starke-schulen-in-sachsen
Weiterlesen:
- 25.09.2026: „Schulsozialarbeit ist ein unverzichtbares Angebot im heutigen Bildungssystem“ – rot-gruen-erz.de/schulsozialarbeit-ist-ein-unverzichtbares-angebot-im-heutigen-bildungssystem
- 11.02.2025: „Für fünf Schulen im Erzgebirgskreis kein Geld mehr für Schulsozialarbeit?“ – rot-gruen-erz.de/fuer-fuenf-schulen-im-erzgebirgskreis-kein-geld-mehr-fuer-schulsozialarbeit
- 14.01.2026: „Unsere Rede zur Vollversammlung des Kreisschülerrats des Erzgebirgskreises am 13. Januar 2026“ – rot-gruen-erz.de/unsere-rede-zur-vollversammlung-des-kreisschuelerrats-des-erzgebirgskreises-am-13-januar-2026










Liebe Schülerinnen und Schüler,





„Erzgebürger“-Gala am 7. November 2025. Foto: Holger Haase
„Diese Ehrung will Hoffnung wecken, Mut machen, Ansporn sein und findet sachsenweit viel Beachtung“, so Holger Haase. „Das spiegelte sich in den Würdigungen verschiedener prominenter Rednerinnen und Redner aus Bundes- und Landespolitik wider. Der Erzgebirgskreis schenkt seinen Ehrenamtlichen große Aufmerksamkeit, verbunden mit Mutmachsignalen an die, die oft im Verborgenen Gutes tun und sich ohne viel Aufheben für die Allgemeinheit oder Hilfsbedürftige einsetzen. Das Erzgebirge ist damit ein Leuchtturm im ganzen Freistaat. Die zehn Preisträgerinnen und Preisträger wurden in verschiedenen Medien genannt, die gesamte Verleihung kann auch im Nachhinein auf YouTube angeschaut werden. Für alle Beteiligten war es eine beeindruckende Veranstaltung in einem beachtlichen kulturellen und kulinarischen Rahmen.
Mitglieder des Friedensglocke Fichtelberg e. V. Foto: Holger Haase
„Zwei in ein ander Gewobene“ von Olaf Holzapfel in Amtsberg OT Dittersdorf (Foto: Holger Haase)
In Jahnsdorf ist seit Mitte 2024 Jeppe Heins „Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ zu finden, eine mehrteilige Bank aus Aluminium. „Der Purple Path ist mehr als die Kunstwerke, er verbindet die Menschen der Region unter anderem durch gemeinsame alte und neue Traditionen und Kulturprojekte, bietet viele Erlebnisse und Geschichten“, führt Dr. Elke Stadler aus. „Kommen auch Sie nach Jahnsdorf und nehmen Sie Platz an diesem erholsamen Ort!“
„Modified Social Bench for Jahnsdorf #1“ von Jeppe Hein in Jahnsdorf (Foto: Elke Stadler)
„Marienberg beteiligt sich mit thematischen Veranstaltungen und ist damit auch Teil der Kulturregion und des Purple Path selbst. Mit einem eigenen Kunstwerk wartet die Stadt jedoch leider nicht auf“, erläutert Kay Meister. „Ich hatte mich für das Kunstwerk ausgesprochen, das auf dem Marienberger Marktplatz geplant war, der Stadtrat hat es jedoch im September 2024 knapp abgelehnt. Es gab 8 Ja-Stimmen, unter anderem von der Fraktion ‚Zukunft für Marienberg‘, der ich angehöre, und von der Linke, 9 Gegenstimmen sowie 7 Stimmenthaltungen. Damit wurde die Chance verpasst, an diesem schillernden Event in unserer Region mit einem originellen Beitrag in Form eines Kunstwerks teilzunehmen und damit kulturell auf Jahre zu punkten.“
Am Bahnhof in Olbernhau denkt man gleich an den berühmten Hollywood-Schriftzug in Los Angeles, wenn man das Werk „Plywood“ von Jay Gard sieht. „Plywood heißt Sperrholz und symbolisiert die Holzindustrie in Olbernhau“, so Undine Fritzsche. „Das Material ist pulverisiertes Kupfer, was wiederum eine gute Verbindung zum Olbernhauer Kupferhammer herstellt.“
„Plywood“ von Jay Gard in Olbernhau (Foto: Holger Haase)
In Zschopau am Ufer des gleichnamigen Flusses lädt das Kunstwerk „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer ein, sich Gedanken über Stadt und Fluss im Laufe der Zeit zu machen. Der Begriff „Fließgleichgewicht“ stammt aus der Biologie, er bezieht sich auf einen Gleichgewichtszustand zwischen ein- und ausströmenden Substanzen. Bereits im Mittelalter diente dieser Abschnitt des Flusses als Querungsstelle für Händler, die Salz zwischen Leipzig und Prag transportierten. Der Spiegel selbst erinnert an einen Motorradseitenspiegel und damit an die Motorradproduktion in Zschopau. Hendrik Uhlmann betont: „Mit dem ‚Fließgleichgewicht‘ haben wir nicht nur ein beeindruckendes Kunstwerk erhalten, sondern auch einen Ort der Reflexion über die Verbindung von Natur, Geschichte und Zukunft. Die Skulptur regt zum Nachdenken über ökologische Gleichgewichte und die historische Entwicklung unserer Stadt an.“
„Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer in Zschopau (Foto: Nils Sigmund)



